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Fröhliches Olympia-Finale - Flamme erloschen

Peking Mit einer farbenfrohen und stimmungsvollen Feier hat China zum Abschluss der XXIX. Olympischen Spiele noch einmal sein Leistungsvermögen als aufstrebende Weltmacht demonstriert.

Nach einem 17-tägigen «heißen» Kampf um Gold, Silber und Bronze erlosch um 21.23 Uhr Ortszeit überraschend unspektakulär das olympische Feuer, das Chinas dreimaliger Turn-Olympiasieger Li Nin am 8. August nach einer atemberaubenden «Flugrunde» durch das Pekinger «Vogelnest» entzündet hatte.

IOC-Präsident Jacques Rogge erklärte das «prächtige» Sportfest um 20.58 Uhr (14.58 Uhr MESZ) für beendet und lud «die Jugend der Welt» zu den XXX. Sommerspielen 2012 nach London ein. «Das waren wahrlich außergewöhnliche Spiele», erklärte Rogge unter großem Jubel. Die rund 11 000 Athleten aus der Rekordzahl von 204 Ländern hätten die «verbindende Kraft des Sports» demonstriert, lobte der Belgier: «Der olympische Geist lebt!» Das Doping-Gespenst überschattete die Spiele nicht wie selbst von dem Herrn der Ringe befürchtet; nur sechs Fälle musste das IOC bis zum Erlöschen des Feuers vermelden.

Rogge glaubt, dass die Spiele China verändert haben. Auf jeden Fall hat das kommunistische Regime eine neue Sportwelt erschaffen, mit einem gigantischen Aufwand an Mensch und Material. Olympische Perfektion beeindruckte Sportler, Funktionäre und die Gäste aus aller Welt - ob die Öffnung auch bei Themen wie Menschenrechten, freier Meinungsäußerung und Umweltschutz Wirkung entfacht, muss die Zukunft weisen. «Die olympische Flamme wird erlöschen, aber die Begeisterung des chinesischen Volkes, die Welt zu umarmen, wird für immer brennen», sagte Liu Qi, Chef des Organisationskomitees BOCOG. Stolz rief er ins Stadionrund: «Das chinesische Volk hat erfüllt von Enthusiasmus seine feierlich gegebenen Zusagen eingehalten.»

Mit einem ersten Feuerwerks-Zauber und der auch von Chinas Präsident Hu Jintao mitgesungenen Nationalhymne begann das Abschlussfest, das Starregisseur Zhang Yimou wiederum als ein farbenfrohes Massen-Spektakel inszenierte. Das fantasievolle Schauspiel zwischen Tradition und Moderne paarte sich mit einer entspannten und ausgelassen Atmosphäre im weiten Rund des mit 91 000 Zuschauern besetzten Nationalstadions. Auch London war als Gastgeber der 30. Sommerspiele eingebunden - der in Asien besonders populäre Fußball-Star David Beckham kickte von einem britischen Doppeldecker- Bus einen Ball in die Menge.

Vom 27. Juli bis 12. August 2012 wird die olympische Flamme über London leuchten, das nach 1908 und 1948 zum dritten Mal Olympia- Schauplatz sein wird. Bürgermeister Boris Johnson nahm aus den Händen von Rogge die olympische Fahne entgegen. 19 Mal Gold und Platz vier in der Nationenwertung hinter den drei sportlichen Großmächten China, USA und Russland geben den Briten viel Rückenwind für 2012.

Als Organisatoren treten die Briten eine schwere Nachfolge an. Und auch sportlich eroberten die Chinesen bei ihren ersten Heim-Spielen erstmals den Spitzenplatz mit 51 Gold-, 21 Silber- und 28 Bronze- Medaillen. In der Gesamtsumme lagen jedoch die USA (36/38/36) als Nummer 1 von Athen mit 110 Plaketten nochmals knapp vor dem bevölkerungsreichsten Land der Erde mit 100 Mal Edelmetall. Sportler aus 87 Ländern kehren mit Medaillen aus Peking zurück.

Das über 400-köpfige deutsche Olympia-Team legte bei der Gold- Ausbeute insgesamt auf 16 zu und verbesserte sich gegenüber Athen auch als Fünfter der Nationenwertung um einen Rang. Mit 41 Medaillen blieben die Athleten in Schwarz-Rot-Gold allerdings um acht hinter dem Ergebnis von 2004 zurück. Die mit Gold und Bronze dekorierte Kanutin Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) führte die deutschen Sportler bei der Schlussfeier als Fahnenträgerin an. Tausende Aktive marschierten gemeinsam und gemischt ins «Vogelnest» ein.

Für die Superlative bei den insgesamt 302 Entscheidungen hatten Schwimm-Titan Michael Phelps (USA) mit achtmal Gold sowie Sprint- König Usain Bolt von der Karibik-Insel Jamaika mit drei goldenen Weltrekordläufen gesorgt. Deutschlands Peking-Star war die Schwimmerin Britta Steffen. Die Siegerin über 50 und 100 Meter Freistil erlebte die Schlussfeier bereits wieder daheim in Berlin.

dpa-infocom


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Blog aus Beijing zu den Olympischen Spiele 2008
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