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Positive B-Probe bei Ahlmanns Pferd Cöster

Hamburg Die B-Probe bei Christian Ahlmanns Pferd Cöster hat den Missbrauch der im Springreiten verbotenen Substanz Capsaicin bestätigt. Das teilte die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) mit.

Cöster war bei den olympischen Reit-Wettbewerben in Hongkong nach der ersten Nationenpreisrunde am 17. August positiv getestet worden. Der aus Marl stammende Ahlmann wurde daraufhin mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen und durfte nicht mehr am olympischen Finalspringen teilnehmen. Vor vier Jahren hatten die deutschen Springreiter ihr Gold aus Athen wegen einer verbotenen Medikation von Ludger Beerbaums Pferd Goldfever zurückgeben müssen.

Auch die B-Proben der Pferde des Norwegers Tony Andre Hansen, des Iren Denis Lynch und des Brasilianers Bernardo Alves bestätigten den Gebrauch von Capsaicin. Damit könnten die Norweger ihre in Hongkong errittene Bronzemedaille an die Schweiz verlieren. Zudem wurde jetzt bekannt, dass das Pferd Mythilus der amerikanischen Dressurreiterin Courtney King positiv auf die verbotene Substanz Felbinac getestet wurde. In Hongkong hatte die FEI noch mitgeteilt, dass es bei der Dressur keine positiven Dopingproben gab.

Ahlmann sieht sich unterdessen nicht als Doping-Sünder. Er habe Cöster das Mittel Equi-Block nur gegen Verspannungen auf den Rücken auftragen lassen, hatte der 33-Jährige gesagt. Die Beine seines Schimmelwallachs seien damit nie eingeschmiert worden. Er benutze das Mittel, das die verbotene Substanz Capsaicin enthält, bereits seit Jahren und sei bei Dopingproben nie positiv getestet worden. Gegen die Entscheidung der FEI, nach der er bei Turnieren gesperrt ist, werde er Einspruch einlegen. «Ich werde den FEI- Entscheid vor dem Internationalen Sportgerichtshof anfechten.» Die FEI hat eine Anhörung von Ahlmann für den 6. September in Lausanne angesetzt.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) will nun gemeinsam mit den führenden Turnierveranstaltern Deutschlands die Maßnahmen im Kampf gegen Doping verschärfen. Ab sofort soll die Anzahl der Dopingproben bei den führenden Veranstaltungen in hoch dotierten Prüfungen angehoben werden, teilte die FN mit. Zudem erhöhen die Veranstalter die Anzahl an Pferdekontrollen während des Turniers. Bereits bei den anstehenden Turnieren in Münster, Paderborn und Hannover sollen diese Maßnahmen eingesetzt werden. «Nirgendwo in der Welt sind die Dopingvorkehrungen so scharf wie in Deutschland, allerdings ist unser Netz noch nicht engmaschig genug», sagte FN-Generalsekretär Hanfried Haring.

dpa-infocom


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