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Musik

Klaus Lage wird wieder rockig

Köln (dpa) - Sein Bart ist grauer geworden, der Bauch etwas runder - aber ansonsten sieht Klaus Lage noch immer aus wie damals in den 80ern, als er mit seinen Superhits im Fernsehen allgegenwärtig war.

Jetzt will der Deutsch-Rocker es noch einmal wissen: Nach einigen musikalisch leiseren Jahren mit zwei akustisch orientierten Platten erscheint jetzt sein neues Album «nah und wichtig». «Dieses Album klingt wieder mehr so wie das, was man früher mit meinem Namen verbunden hat», sagt der 58-Jährige im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Köln.

Will heißen: «Bluesig-rockig» , wie Lage selbst den Stil beschreibt. Ließ er seine Stücke zuletzt nur sparsam mit Instrumenten untermalen, wird er nun wieder von einer «typischen Rockformation» begleitet: Schlagzeug, Keyboard, Gitarren und Bass. «Von den Hör- Eigenschaften her ist es mit mehr Druck und Dampf versehen», meint der Sänger, der seit mehr als 30 Jahren im Musikgeschäft ist. Die Konzeption des Albums hat er seinem langjährigen Weggefährten, dem Keyboarder Bo Heart, überlassen - «so blieb alles in einer Hand und wirkt wie aus einem Guss».

Inhaltlich geht es um Liebe, Alltägliches und Träume. Texte und Melodien sind eingängig, so auch bei der ersten Single-Auskopplung «Immer». In «Nach oben» geht es um Ehrgeiz und Machtansprüche; nachdenklich-melancholisch klingt die Ballade «Ich hör dem Regen zu». Bis auf drei Songs stammen alle Texte von Lage, die Kompositionen sind von ihm oder einem Bandmitglied. Den Titelsong «nah und wichtig» hat sein Freund Manfred Maurenbrecher geschrieben. «Der Titel des Albums bildet eine Klammer: Alles, was da drauf ist, ist mir nah und wichtig», sagt Lage, der täglich Rad fährt und ein großer Fußball-Fan ist.

Seine größten Erfolge hatte der in der Lüneburger Heide geborene Sänger Mitte der 80er Jahre. Sein Superhit «1000 und 1 Nacht» avancierte neben Herbert Grönemeyers «Männer» zur meistverkauften deutschsprachigen Single des Jahres 1984. Der Schimanski-Song «Faust auf Faust» ist ebenso wie «Monopoli» bis heute ein Party-Kracher geblieben. Spätere Platten konnten nie an die früheren Erfolge anknüpfen. In den 90er Jahren spielte Lage im Theater Nordhausen im fast ständig ausverkauften Musical «Stars» von Dieter Dehm.

Auch für «nah und wichtig» macht sich Lage keine Illusionen. «Mein Ziel ist gar nicht, einen Hit zu landen, sondern ein vernünftiges Album zu präsentieren», sagt er und wirkt dabei ganz zufrieden. «Das Beste ist sowieso live zu spielen», fügt er hinzu. «Jedes Lied hört sich dann immer wieder anders an.» Darum geht er demnächst auch wieder auf Tour: Nach dem Start in Gerolstein am 4. Oktober macht er in kleineren Hallen in 17 deutschen Städten Station.

Eine bestimmte Zielgruppe habe er mit seiner Musik nicht im Auge, sagt Lage: «Wer meine Platten gut findet, der bleibt dabei, und wer nicht, der lässt es - das ist auch in Ordnung», meint er schulterzuckend. Eines aber sei klar: «Ich versuche, mich davor zu bewahren, mich zu jugendlich zu geben. Ich verkleide und verbiege mich nicht.»

www.klauslage.de Von Petra Albers, dpa

dpa-infocom