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Kerala: Entspannen im «Land der Kokospalmen»

Calicut/Kochi Vasco da Gama ist hier an Land gestürmt.

Das Kap der Guten Hoffnung hatte der portugiesische Seefahrer und Graf umschifft, den Seeweg nach Indien gefunden.

Zwischen den ins Meer ragenden Felsblöcken war das sandige Ufer breit und sanft - ideal für eine Landung. Seitdem sind 510 Jahre vergangen. Heute ist die nördliche Küste des südwestindischen Bundesstaates Kerala eine Oase der Stille. Fischerhütten liegen versteckt unter den Palmen, es gibt ein paar kleine Moscheen - die Zeit scheint stillzustehen am Strand von Kappad Beach unweit von Calicut. Dies ist der beschauliche Teil von Kerala, dem «Land der Kokospalmen».

Manche Fischer flicken ihre roten Netze. Die meisten sitzen aber im Schatten einer Kokospalme und spielen Karten. Eine Schar Kinder läuft begeistert auf dem weichen Sand den wenigen westlichen Touristen nach - «How are you, what's your name?».

Die Inder lieben ihre in Liedern verewigte Malabar-Küste. Zögernd noch und ganz in Schwarz gekleidet stehen Musliminnen nahe am Wasser, während sich einige Hindu-Frauen bereits die Füße von den Wellen umspülen lassen. Dass ihre farbenfrohen Saris dabei nass werden, macht nichts, denn die trocknen sofort wieder. Etwas verloren sitzt ein deutscher Junge am Strand und baut eine Sandburg. Seine Eltern sind in dem einzigen Resort weit und breit untergekommen und blicken - wie Dutzende indische Augen auch - andächtig auf den Sonnenuntergang über der Arabischen See. Es sind stille Tage in Kerala, abseits lärmiger Touristen und Händlerscharen.

In dieser tropischen Region in Höhe der Karibik, bekannt neben den Edelhölzern vor allem für seinen Pfeffer und andere begehrte Gewürze, lenken nur Kleinigkeiten vom alltäglichen Dorfleben an der Küste ab. Die Frauen sind damit beschäftigt, Kokosnüsse und von ihren Männern gefangene Fische zu trocknen. Ab und zu kommt ein Bus aus der Stadt, andere Besucher treffen per Dreiradrikscha ein.

Eine Krähe nimmt einen Schluck Cola auf dem Balkon des Resorts, bis sie weggejagt wird. Sandpiper-Kolonien und die Kok genannten schmächtigen Reiher inspizieren den Strand nach etwas Essbarem. Indische Liebespaare turteln auf den Felsen, immer züchtig natürlich. Wer bei so viel Ruhe einzudösen droht, kann in die Stadt fahren, zum Manachira Square von Calicut zum Einkaufen.

Wer nach dem Einkauf im Bus sitzt und zurück zum Kappad Beach rumpelt, mitten im stinkenden Rush-Hour-Verkehr, kann die britischen Kolonialherren verstehen, die einst ihre Sommerresidenzen weitab in den Bergen bauten. Sie genossen das, wofür Kerala damals wie heute geschätzt wird: die Backwaters im Hinterland, die kleinen, heute auf Shrimpzucht spezialisierten Dörfer und die grünen Teeplantagen. Im nördlichen Kerala werden Backwater-Touren mit einem alten Hausboot angeboten: In den Korapuzha-Backwaters gleitet man vorbei an Palmenwäldern und Bananenstauden. Hektik ist hier ein Fremdwort.

Abwechslung von den ruhigen Tagen bietet das wuselige Kochi. Abends kann man hier ein Foto von den schon millionenfach abgelichteten chinesischen Fischernetzen machen oder die Gesten und Masken einer «Kathakali»-Aufführung bewundern. Kappad Beach liegt dann weit weg.

Informationen: Indisches Fremdenverkehrsamt, Baseler Straße 48, 60329 Frankfurt, Telefon: 069/242 94 90

Indische Botschaft: www.indianembassy. de

Indisches Fremdenverkehrsamt: www.india-tourism.de

Mehr Informationen über Kerala: www.keralatourism.org Anreise und Formalitäten Kerala liegt im Südwesten Indiens. Kochi und Calicut sind gut mit dem Flugzeug von Bombay (Mumbai) oder Neu Delhi aus zu erreichen. Für die Fahrt zu einem der entfernteren Strände empfiehlt sich ein Taxi. Deutsche brauchen zur Einreise nach Indien einen noch mindestens sechs Monate gültigen Pass und ein sechsmonatiges Touristenvisum, das 50 Euro kostet. Informationen dazu gibt die Indische Botschaft unter im Internet. Von Hanns-Jochen Kaffsack, dpa

dpa-infocom