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Deutsche sind im Sommer deutlich weniger verreist

Trier Die Deutschen sind in diesem Sommer deutlich weniger verreist als im Vorjahr.

Nur noch 43,5 Prozent leisteten sich einen Sommerurlaub, ergab die jüngste Urlaubsanalyse des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) in Trier.

2007 packten noch fast 48 Prozent der Deutschen die Koffer. Vor allem die hohen Energiekosten drückten in diesem Jahr auf die Reisestimmung: 16 Prozent der Deutschen, die zu Hause blieben, gaben die höheren Energiekosten als Grund an, sagte der Leiter des ETI, Professor Heinz-Dieter Quack. Bei 20 Prozent beeinflussten die gestiegenen Sprit- und Ölpreise zumindest die Reiseplanung. Die Reisestudie basiert auf gut 2000 Telefoninterviews.

Einschnitte beim Sommerurlaub gab es vor allem bei der Altersgruppe zwischen 25 und 44 Jahren. Fast 45 Prozent wählten ein näheres Reiseziel meist in Deutschland, sagte Quack. Dies lag ohnehin im Trend: 2008 entschieden sich laut ETI-Studie mehr Deutsche denn je für einen Urlaub im eigenen Land. Waren es 2007 noch 32,2 Prozent, hielt es in diesem Jahr 37,2 Prozent in Deutschland. Ganz oben auf der Reise-Hitliste stand Bayern, das mit 21,7 Prozent die meisten Urlauber anzog. Der Spitzenreiter der vergangenen drei Jahre, Mecklenburg-Vorpommern, fiel mit 19,5 Prozent auf Platz zwei zurück. Auf dem dritten Platz behauptete sich Schleswig-Holstein (16,4).

Auch bei den beliebtesten Auslandszielen gab es Veränderungen. Nach Italien, das 7,9 Prozent der deutschen Urlauber buchten, verdrängte Österreich (6,6) den Favoriten Spanien (6,3) vom zweiten auf den dritten Platz. Verluste mussten auch Frankreich und Kroatien hinnehmen, hieß es. Insgesamt blieben die Deutschen am liebsten auf ihrem Kontinent: Keine acht Prozent lockten die Fernreisen.

Der Trend zu kürzeren Urlauben setzte sich auch 2008 fort und erreichte einen neuen Höchstwert: Knapp ein Drittel (29,4 Prozent) packten für nur fünf bis sieben Tage die Koffer. Ein bis zwei Wochen Urlaub machten nur noch gut 45 Prozent. Insgesamt betrug die Durchschnittsdauer des Sommerurlaubs 12,6 Tage.

Fast jeder zweite Urlauber gab laut Studie an, er habe für die Sommerferien mehr bezahlt als im Vorjahr. Im Durchschnitt meinten die Befragten, der Reisepreis habe 16 Prozent über ihrer ursprünglichen Planung gelegen. Viele Deutsche, die auf den Urlaub nicht verzichten wollten, sparten an anderer Stelle: Fast jeder Fünfte habe wegen seines Sommerurlaubs auf andere Anschaffungen verzichtet, sagte Quack. Das ETI an der Universität Trier betreibt seit 1991 touristische Forschung und Beratung.

dpa-infocom