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Raumfahrt

Chinesisches Raumschiff sicher gelandet

Peking Nach dem ersten Spaziergang eines chinesischen Astronauten im All ist das Raumschiff «Shenzhou 7» am Sonntag wieder sicher auf der Erde gelandet.

Mit dem erfolgreichen Ausflug ins All ist China nach den USA und Russland die dritte Nation, die Astronauten auf einen Einsatz außerhalb eines Raumschiffes schicken kann. «Es war ein großartiger Flug - voller Herausforderungen, aber im Ergebnis perfekt», sagte Kommandant Zhai Zhigang nach der Landung um 17.38 Uhr Ortszeit (11.38 Uhr MESZ) in der Inneren Mongolei.

Während seines 20-minütigen Raumspaziergangs am Samstag hatte ein Feueralarm für Aufregung gesorgt. Ursache sei ein fehlerhafter Sensor gewesen, berichtete der Sprecher des Raumfahrtprogramms, Wang Zhaoyao. «Wir waren ziemlich nervös, als der Astronaut in der Rückkehrkapsel den Feueralarm berichtete.» Doch die Sorge legte sich nach seinen Angaben sofort wieder, als klar wurde, dass der Alarm aus dem Orbiter kam, in dem wegen des vorübergehenden Vakuums gar kein Feuer ausbrechen konnte.

Fünf Jahre nach seinem ersten bemannten Raumflug hat China mit «Shenzhou 7» auch erstmals drei Astronauten ins All geschickt. Nach dem 68-stündigen Flug landete das Raumschiff an einem großen Fallschirm hängend unweit des geplanten Landeplatzes in der Inneren Mongolei im Norden Chinas. Auf wackeligen Beinen kletterten die drei Astronauten aus der seitlich liegenden Kapsel. Der Gesundheitszustand von Zhai Zhigang, Liu Boming und Jing Haiping sei gut, berichtete die Bodenkontrolle. Auch das Raumschiff habe den gefährlichen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre gut überstanden.

Der erfolgreiche Außeneinsatz ist eine wichtige Voraussetzung für den geplanten Bau eines Raumlabors oder einer ständigen Raumstation. «Ich fühle mich gut», hatte Kommandant Zhai Zhigang sofort nach dem Ausstieg aus dem Raumschiff in 343 Kilometer Höhe über der Erde gesagt. «Ich grüße von hier das chinesische Volk und die Menschen in aller Welt.» Sein Kollege Liu Boming reichte ihm aus der Luke eine chinesische Nationalflagge, die der Astronaut vor der Kamera für die Live-Übertragung zur Erde schwenkte.

Auch wenn der Ausflug ins All der 298. Weltraumspaziergang eines Astronauten seit 1965 war, ist das Manöver ein Meilenstein in dem ehrgeizigen Raumfahrtprogramm des größten Entwicklungslandes der Erde. Staats- und Parteichef Hu Jintao sprach von einem «Durchbruch». Nach dem erfolgreichen Abschluss der Olympischen Spiele sah die Propaganda einen Grund mehr «für den Stolz und die Freude des Volkes». Es sei ein Beweis für die «fortschrittlichen technischen Fähigkeiten der Nation», kommentierte das Parteiorgan «Renmin Ribao» (Volkszeitung).

Bei seinem Ausflug testete Astronaut Zhai Zhigang den Raumanzug «Feitian», der eine chinesische Eigenentwicklung sein soll. Der Anzug ist nach einer buddhistischen Göttin benannt. Der Name kann mit «am Himmel fliegen» übersetzt werden. Sein Kollege Liu Boming, der nur halb aus der Luke herauskam, trug das russische Modell «Orlan». Der Kommandant sammelte bei seinem kurzen Ausflug einige Materialproben ein, die außen am Raumschiff angebracht waren. Kommentatoren im Staatsfernsehen sprachen von einem «Bilderbuch-Spaziergang» und einem «atemberaubenden Moment».

Zwei Stunden später setzte «Shenzhou 7» noch einen kleinen Satelliten aus, damit die Bodenkontrolle die Kontrolle über zwei Himmelskörper gleichzeitig trainieren konnte. Die Tests dienten einem künftigen Andockmanöver, das beim nächsten Raumflug 2010 geplant ist.

dpa-infocom


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