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Wissenschaft

Bundespräsident eröffnet Historikertag

Dresden Bundespräsident Horst Köhler eröffnet an diesem Dienstag in Dresden den 47. Deutschen Historikertag mit einer Ansprache.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hält bei dem Festakt in der Semperoper ein Grußwort.

Zum größten geisteswissenschaftlichen Kongress Europas werden rund 3000 Teilnehmer erwartet - Wissenschaftler, Lehrer und Studenten. Tagungsort ist die Technische Universität Dresden.

Mit dem Schwerpunktthema «Ungleichheiten» befassen sich zahlreiche Veranstaltungen von der Antike bis zur Gegenwart. Dabei geht es auch um die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung des wiedervereinigten Deutschland. Hierzu ist am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, eine Podiumsdiskussion mit Politikern, ehemaligen DDR-Bürgerrechtlern und Wissenschaftlern geplant. Eine Sektion ist dem Thema «Wirtschaftliche Ungleichheit als globales Problem des 20. Jahrhunderts» gewidmet. Eine besondere Rolle spielt das deutsch- tschechische Verhältnis. Tschechien ist Gastland des Historikertags und tschechische Historiker gestalten eine Sektion.

Besondere Aufmerksamkeit der Dresdner Bevölkerung dürften am Mittwoch eine Sektion und eine öffentliche Abendveranstaltung über die Opfer der Bombenangriffe am 13./14 Februar 1945 finden. Die seit 2004 bestehende Historikerkommission zur Ermittlung der Zahl der Toten bei diesen Luftangriffen wird einen Bericht vorlegen. Ohne konkrete Zahlen vorab nennen zu wollen, machte Thomas Widera, Kommissionsmitglied und Mitarbeiter des Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (Dresden), deutlich, dass sich die neuen Zahlen «nicht in gravierenden Größenordnungen» von den bisher angenommen Opferzahlen unterscheiden werden. Im Jahr 2006 hatte Widera «25 000 plus x» genannt. Allgemein wird von etwa 35 000 Toten ausgegangen, davon sind rund 25 000 namentlich bekannt. Direkt nach den Angriffen war die Opferzahl zunächst auf 60 000 geschätzt worden, zahlreiche Menschen gelten bis heute als vermisst. Rechtsextreme sprechen mitunter von 250 000 Opfern und mehr.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft präsentiert die Wanderausstellung «Wissenschaft, Planung, Vertreibung - der Generalplan Ost der Nationalsozialisten». Anlässlich des Historikertags zeigt die Deutsche Bahn seit Montag die Wanderausstellung «Sonderzüge in den Tod - Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn» im Bahnhof Dresden-Neustadt. Dessen Güterbahnhof war während des Zweiten Weltkrieges Ausgangsort für Deportationszüge in das KZ Auschwitz-Birkenau.

Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands halten Mitgliederversammlungen ab. Der Historikerverband will einen Nachfolger des bisherigen Verbandsvorsitzenden, des Althistorikers Prof. Peter Funke (Münster), wählen und die von unzureichender Finanz- und Personalausstattung geprägte Situation der Geschichtswissenschaften an den deutschen Hochschulen erörtern. Der Vorsitzende des Geschichtslehrerverbandes, Peter Lautzas, kritisiert, dass der Bestand des Faches Geschichte «nicht in allen Ländern in wünschenswerter und sachlich erforderlicher Weise als gesichert anzusehen ist».

dpa-infocom


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