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 Brennpunkt 

Staat bewahrt Fortis vor Zusammenbruch

Brüssel Der angeschlagene Finanzkonzern Fortis wird teilweise verstaatlicht.

Mit insgesamt 11,2 Milliarden Euro retten die Regierungen Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs die größte Geschäftsbank der Benelux-Staaten vor dem drohenden Untergang.

Fortis werde die vor einem Jahr für 24 Milliarden Euro erworbenen Teile der niederländischen ABN Amro Bank nun wieder verkaufen, kündigte Bank- Chef Filip Dierckx am Montag in Brüssel an.

Der Fortis-Chef sieht die Zahlungsfähigkeit der Bank nach der Rettungsaktion wieder gesichert. «Wir sind glücklich über die abgestimmte Aktion der Benelux-Regierungen», sagte Dierckx. «Wir haben das Problem der Liquidität gelöst.» Die Kapitalerhöhung stelle das Vertrauen der Kunden wieder her. Am Freitag war der ohnehin niedrige Aktienkurs von Fortis um gut 20 Prozent abgesackt. Die Aktie notierte am Montagnachmittag erneut mit über elf Prozent im Minus.

In einer Krisensitzung in der Nacht zum Montag hatten die drei Regierungen ihre Hilfe versprochen. Belgien übernimmt demnach für 4,7 Milliarden Euro 49 Prozent der Anteile des belgischen Bankzweigs von Fortis. Die Niederlande bekommen vier Milliarden Euro einen solchen Anteil an der Fortis Bank Niederlande. Luxemburg zahlt für 49 Prozent der Aktien an der Fortis Banque Luxembourg 2,5 Milliarden Euro.

Dierckx räumte Probleme mit der milliardenschweren Übernahme von ABN Amro ein. Der Kauf sei zum falschen Zeitpunkt erfolgt. Ende vergangener Woche sei Fortis ein Opfer von Spekulation und Gerüchten gewesen. Andere Banken hätten den Geldhahn zugedreht. «Wir mussten drastisch eingreifen, von daher unsere Entscheidung, ABN Amro wieder zu verkaufen», sagte der Fortis-Chef. «Eine weitere Einbindung wäre angesichts der heutigen Marktumstände unvorsichtig gewesen.»

Der belgische Finanzminister Didier Reynders erklärte, den Kaufpreis von 4,7 Milliarden Euro über Staatsanleihen finanzieren zu wollen. «Es gibt keine Auswirkungen auf den Haushalt und auf den Steuerzahler, auch wenn immer ein Risiko bleibt», sagte Reynders. Fortis-Chef Dierckx betonte, eine Regierung habe das Geld bereits überwiesen. Fortis bleibe an der Börse notiert.

«Die Stärke dieses Unternehmens liegt im Kerngeschäft», betonte der Bank-Chef, der seinen Posten erst am Freitag angetreten hatte. Beim Geschäft mit Firmen- und Privatkunden solle sich nichts ändern. Auch an ihrer Versicherungssparte halte Fortis fest. Zum Konzern gehören auch die deutsche Von Essen Bank und die türkische Disbank.

Die EU-Kommission hat bisher keine Anzeichen, dass bei der milliardenschweren Rettung von Fortis verbotene Staatshilfen fließen. «Wenn ein Staat Aktien eines Unternehmens kauft, ist das erstmal kein Problem», sagte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Es müsse aber der Marktpreis gezahlt werden. Die Kommission könne nicht Stellung nehmen, bevor die Rettungsaktion der drei Länder nicht abgeschlossen sei. Kroes habe engen Kontakt zu den beteiligten Regierungen gehalten und tue dies auch weiterhin.

dpa-infocom

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