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Motorradmesse Intermot: Geheimnisse auf zwei Rädern

Köln (dpa/tmn) - Es gibt eine eigentlich einfache Regel: Wenn die Verkäufe nicht wirklich brummen, können ein wenig Werbung in eigener Sache und der Hinweis auf wichtige Neuheiten nicht schaden.

In der Motorradbranche hat sich das allem Anschein nach jedoch noch nicht herumgesprochen. Seit Jahren klagt sie über zurückhaltendes Kaufverhalten. Nun steht mit der Intermot in Köln (8. bis 12. Oktober) eine der wichtigsten internationalen Messen an. Doch statt die Zweiradfahrer mit Hinweisen auf erwartete Modelle in Aufregung zu versetzen, übt sich die gesamte Branche in traditionellem Stillschweigen, das bis zur großen Eröffnung anhalten wird.

Gerüchte immerhin gibt es von neuen leistungsstarken Modellen. Die Idee vom Zweirad als sparsamer Alternative zum Auto im Stadtverkehr dürfte jedoch eher dem Motorroller ein Comeback bescheren.

Im vergangenen Jahrzehnt gab es in der Statistik der Verkaufszahlen für Motorräder nur eine Richtung: immer weiter nach unten. Der Boom der 80er Jahre ist längst Geschichte, und im Grunde sind es vor allem die Motorradfans von damals, die das Thema überhaupt am Leben halten. Erst im Jahr 2007 konnte der Industrie-Verband Motorrad (IVM) mal wieder Positives vermelden: Nachdem die Talsohle erreicht war, gab es ein Zulassungsplus von 0,63 Prozent für Motorräder in Deutschland.

In absoluten Zahlen sieht die Bilanz noch dürftiger aus: Auf dem ebenfalls darbenden Automarkt in Deutschland wurden 2007 laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg rund 3,15 Millionen Neuzulassungen gezählt - und nur 166 883 Motorräder. Im Jahr 2002 waren es noch 204 127. Damals wie heute zeigen die Käufer dabei eine Vorliebe für große Hubräume und hohe Motorleistungen: An der Spitze im Hinblick auf die Käufergunst lag die BMW R 1200 GS mit 6909 Exemplaren vor der Honda CBF 1000, die 3627 Käufer fand.

Dass neue Modelle auch neues Interesse wecken können, ist bekannt. Doch damit tun sich die Hersteller vor der Intermot schwer: Alle namhaften Marken wollen ihre Neuheiten erst am Vortag des Messeauftakts in Köln präsentieren - jeder auf einer eigenen Veranstaltung. Weil bis dahin so viel im Geheimen bleibt, wird natürlich spekuliert - mit manchmal seltsamen Ergebnissen.

So kursieren Gerüchte, dass zum Beispiel Yamaha das längst vergessene Thema der Zweitaktmotoren wieder aufleben lassen will - in Form eines sportlichen Motorrads. Auch die italienische Marke Ducati ist Gegenstand von Spekulationen: So mancher Fahrer träumt von einem besonders starken Ducati-Naked Bike, und zwar so intensiv, dass aus dem Träumen nun Gerüchte geworden sind. Die können zumindest als wahrscheinlicher gelten, als die einer zweitaktenden Yamaha.

Offiziell angekündigt hat Yamaha neben der Rückkehr des PS-Klassikers Vmax bisher vor allem den aktualisierten Supersportler YZF-R1 mit neu konzipiertem Motor und 134 kW/182 PS. Außerdem wird es die neue XJ6 Diversion als Mittelklasse-Modell und den Cruiser XV950A Midnight Star geben. Honda wiederum kündigt Neues in Sachen Technik an: Das elektronische «Combined ABS» soll vor allem bei Supersportlern für sichere Verzögerung sorgen.

Der britische Hersteller Triumph hat seine geplanten Modelle schon vor der Intermot angekündigt: Neben allerlei Überarbeitungen und ein paar Sondermodellen gehört dazu unter anderem ein Motorrad, das schon jetzt zu sehen sein wird - auf der Straße aber wohl erst 2010 gefahren werden darf: die Thunderbird. Das Motorrad wird von einem Zweizylindermotor mit 1,6 Litern Hubraum angetrieben. Diese zwei Zylinder allerdings sind nicht in der von Harley-Davidson gewohnten V-Form verbaut, sondern stehen direkt nebeneinander.

Harley selbst gehört auch zu jenen Marken, die schon im Vorfeld einige Neuheiten ankündigen. Doch obwohl die Vorschau in der Regel recht umfangreich ausfällt, verbergen sich hinter vielen sogenannten Neuheiten oft nur leicht im Design abgeänderte Varianten. Das gilt unter anderem für das Modell V-Rod, das es künftig auch mit dem Namenszusatz «Muscle» gibt. Die Neuerungen beschränken sich auf zahlreiche Detailveränderungen, die das Motorrad muskulöser aussehen lassen sollen.

Möglicherweise aber werden es gar nicht solche großen und starken Motorräder sein, die in Köln wirklich im Mittelpunkt stehen. Denn schon im Vorjahr wurde ein steigendes Interesse an praktischen Motorrollern für den Stadtverkehr registriert. Und im Zuge der aktuellen Benzinpreis-Situation könnte mancher Autofahrer die Messe als Informations-Zentrum für solche alternativen, sparsamen und dazu auch noch in der Anschaffung recht günstigen Verkehrsmittel nutzen.

Weitere Informationen zur Messe: www.intermot.de Die Intermot in Köln Die Internationale Motorrad- und Rollermesse Intermot findet vom 8. bis 12. Oktober auf dem Messegelände in Köln statt. Geöffnet sind die Messehallen für Besucher täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr, am Freitag, dem 10. Oktober, bis 20.00 Uhr. Der Eintrittspreis für Erwachsene liegt laut der Köln Messe bei 12 Euro. Von Heiko Haupt, dpa

dpa-infocom


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