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Auf Details achten bei der Wohnungsbesichtigung

Berlin Die Besichtigung einer Wohnung ist keine einfache Sache: Einerseits will man sich ein genaues Bild von Schnitt und Lage machen.

Andererseits geht man bei Angeboten in den In-Vierteln der Städte schnell in der Masse der Bewerber unter.

Sich positiv von der Konkurrenz absetzen und dabei keine wichtigen Details übersehen lautet das Motto. «Hilfreich ist es vor allem, sich vorher zu notieren, was einem selbst an einer Wohnung wichtig ist», sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund (DMB) in Berlin. Außerdem sei es immer sinnvoll, einen Begleiter dabei zu haben. «Vier Augen sehen einfach mehr als zwei.»

Soll ein Objekt nicht nur gemietet, sondern gekauft werden, ist es ratsam, zusätzlich einen Bausachverständigen an der Seite zu haben, der auf Anhieb bauliche Probleme der Wohnung oder aber des gesamten Hauses erkennen kann, ergänzt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB), ebenfalls mit Sitz in Berlin.

«Wichtig ist es außerdem , ganz bewusst auf den ersten Eindruck zu achten, den Haus und Wohnung erwecken», so Maxi Schwarz vom Immobilienportal wohnung-jetzt.de in München. Ist der Hauseingang freundlich? Sind die Leute sympathisch, die einem begegnen? Sind Bad und Küche in gutem Zustand und die Räume hell? Dann hat man schon einmal ein gutes Gefühl, und die Wohnung könnte die Richtige sein.

Nun gilt es, vom Vermieter die tatsächlichen Kosten zu erfragen. «Zur Miete kommen schließlich Nebenkosten und Heizkostenvorauszahlungen dazu», warnt Ropertz. Auch mögliche Mieterhöhungen oder geplante Modernisierungen, die sich auf die Miete auswirken können, sollte man vorher abklären.

Stimmt der Preis, geht es an die Details. «Kleine Fallen, auf die geachtet werden sollte, sind zum Beispiel unzeitgemäße Verkabelungen, zu wenig Steckdosen oder ungewöhnliche Fenstermaße, für die keine normalen Gardinenstangen oder Rollos zu finden sind», zählt Schwarz auf. Auch eine ausreichende Dämmung, gerade von Erdgeschosswohnungen, sollte vorhanden sein. Ratsam sei es außerdem, sich Abstellräume und Keller zeigen zu lassen, auf Waschmaschinenanschlüsse zu achten und die Raumhöhe auszumessen.

Die schönste Wohnung nutzt nichts, wenn im Alltag ständiger Lärm an den Nerven zerrt. Besichtigungen am Sonntagnachmittag sind daher vergleichsweise unsinnig, warnen die Experten. Besser geeignet ist zum Beispiel ein Termin unter der Woche nach 17.00 Uhr, so Reinhold-Postina: «Da rumpelt der Fahrstuhl, nudeln die Waschmaschinen der heimgekehrten Berufstätigen, üben benachbarte Kinder Schlagzeug und Klavier - da weiß man, was man bekommt.»

Bei aller Konzentration auf die Wohnung sollte man auch auf das eigene Auftreten Wert legen, schließlich ähnelt die Bewerbung für eine Wohnung der für einen Arbeitsplatz, sagt Ropertz. «Der Interessent sollte einen soliden und solventen Eindruck machen. Also keine zerrissenen Jeans oder eine vor Dreck erstarrte Jacke.» Gepflegte Umgangsformen und Pünktlichkeit werden erwartet. «Damit kann man bei einem Vermieter punkten», weiß er aus Erfahrung.

Deutscher Mieterbund (DMB): www.mieterbund.de

Verband Privater Bauherren (VPB): www. vpb.de

Immobilienportal wohnung-jetzt.de: www.wohnung-jetzt.de Welche Auskunft ist man dem Vermieter schuldig? In der Regel verlangt ein Vermieter schon bei der Besichtigung einer Wohnung das Ausfüllen einer sogenannten Selbstauskunft von seinen potentiellen neuen Mietern. So lange diese Fragen sich auf das Einkommen, den Arbeitsplatz und die Anzahl der Personen, die in dem Haushalt leben werden, beziehen, müssen sie wahrheitsgemäß beantwortet werden. Geht es aber in privatere und intimere Bereiche wie die Angabe von religiöser Zugehörigkeit, eventuelle Vorstrafen, Gründen für den geplanten Umzug oder Musikvorlieben, ist man dem Vermieter keine Rechenschaft schuldig. Wer nicht antwortet, hat allerdings oft keine Chance, die Wohnung zu bekommen. Von Melanie Brandl, dpa

dpa-infocom


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