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So klappt's nach dem Umzug mit den neuen Nachbarn

Berlin Ein Umzug ist immer ein Neuanfang - auch in Sachen Nachbarschaft.

Sich bei den neuen Mitbewohnern vorzustellen, sollte daher selbstverständlich sein.

Ob das dezent mit einem kleinen Aushang, beim persönlichen Gespräch im Treppenhaus oder gleich bei einer Einweihungsparty geschieht, ist allerdings Geschmacksache.

«Sekt oder Selters - das hängt vom Naturell ab», sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin. Wichtig ist, sich überhaupt vorzustellen und sich vor allem bereits vor dem Umzugstag selbst für eventuell auftretenden Schmutz oder Lärm zu entschuldigen: «Bei lauten Umbau- und Einzugsarbeiten kommt solch eine Geste immer gut an.»

Sinnvoll sei es auch, gleich zu Beginn Rücksicht auf die Nachbarn zu nehmen. Auch wenn man den Schlafzimmerschrank gern noch am ersten Abend montiert oder eine Lampe an die Decke geschraubt hätte, sollte man das ab einer bestimmten Uhrzeit lieber sein lassen, rät Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund (DMB) in Berlin. «Lautes Bohren oder Möbelverrücken nach 20.00 Uhr macht einen schlechten Eindruck.»

Einen guten Eindruck hingegen erweckt es immer, wenn man freundlich auf Menschen zugeht. «Wenn Ihnen jemand im Flur oder Aufzug am Tag des Einzugs begegnet, dann grüßen Sie einfach und versuchen zu lächeln, auch wenn das mitten im Umzug nicht immer leicht fällt», empfiehlt Maxi Schwarz vom Immobilienportal «wohnung-jetzt.de» in München.

Bei den Leuten, denen man am Umzugstag noch nicht über den Weg gelaufen ist, sollte man sich in den Tagen darauf vorstellen. Ob persönlich oder durch einen freundlichen Aushang, hängt auch von der Größe des Hauses ab. «Wenn viele Parteien in einem Haus wohnen, muss man nicht bei allen vorbeischauen», sagt Schwarz. «In so einem Fall genügen die Nachbarn auf dem Stockwerk und vielleicht noch diejenigen, die darüber und darunter wohnen,»

Gibt es aber nur wenige Mitbewohner, wird eine kleine Begrüßungsrunde in der Regel gerne gesehen. «Ein Muss gibt es da natürlich auch nicht. Es ist aber eine schöne Sitte und trägt sicher zur Vertrauensbildung bei», weiß Schwarz. Außerdem lassen sich bei solchen Gelegenheiten «technische Details» wie zum Beispiel der Tag der Müllabfuhr oder die Regelung der Treppenhausreinigung erfragen, fügt Michael Kopff vom Mieterverein zu Hamburg hinzu.

Eine weitere, sehr wichtige Anlaufstelle gerade für solche Informationen ist der Hausmeister, sofern es einen gibt. Dieser sollte nicht nur rechtzeitig vorab über den Einzugstermin informiert, sondern auch zur Hausordnung und zur Benutzung von Gemeinschaftsräumen wie Wasch- oder Fahrradkellern befragt werden. «Im Gespräch mit dem Hausmeister kriegt man recht schnell mit, was im Haus geduldet wird und was nicht», so Schwarz.

Sollte eine Einweihungsparty geplant sein, ist es unter Umständen ratsam, die neuen Nachbarn gleich mit einzuladen. Neben einer zwanglosen Gelegenheit, sich gegenseitig zu beschnuppern, lässt sich dadurch auch Ärger vermeiden: Wer selbst mitfeiert, wird sich kaum über zu laute Musik beklagen.

Trotzdem ist allzu schnell ein enger Kontakt nicht jedermanns Sache. «Eine gute Nachbarschaft muss sich im täglichen Miteinander entwickeln, die lässt sich nicht von Anfang an beschwören», warnt Maxi Schwarz vor zu großen Erwartungen an solche Einladungen.

Gegenseitige Rücksichtnahme ist die beste Basis für eine gute Nachbarschaft, darin sind sich alle Experten einig. Natürlich könne niemand Wohnung, Balkon und Garten völlig geräuschlos nutzen, ergänzt Ulrich Ropertz. Aber stundenlanges Laufen mit hochhackigen Pumps auf Parkett, Türenschlagen und nächtliches Wäschewaschen sollten tabu sein - für alte und neue Bewohner. «Ein rücksichtsvolles Verhalten ist die Grundvoraussetzung für ein harmonisches Miteinander.» Was Mieter dürfen - und was nicht Was genau man als Mieter darf und was nicht, ist zum Teil schon im Mietvertrag selbst festgelegt. Die Pflicht zur Treppenreinigung, das Recht auf Gartennutzung oder Ruhezeitenregelungen sind häufig Bestandteil dieses Vertrags. Manche Hausgemeinschaften haben obendrein eine Hausordnung, die zum Beispiel die Nutzung von Gemeinschaftsräumen regelt. Von Melanie Brandl, dpa

dpa-infocom


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