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Schließfach für Möbel - Self Storage im Aufwind

Wiesbaden Kleine Wohnung, große Platznot: Wer keinen eigenen Keller hat, sucht im Sommer oft verzweifelt nach Stauraum für Winterreifen, dicke Mäntel und den Christbaumschmuck. Eine unkomplizierte Lösung versprechen Self-Storage-Anbieter.

Sie bieten Lagerräume in allen Größen, an die man mit einem Schlüssel oder Zugangscode genauso leicht rankommt wie an ein Bahnhofs-Schließfach. Allerdings kostet das zumindest bei einer Lagerdauer von mehr als zwei oder drei Monaten meist deutlich mehr als die Einlagerung im Container bei einer Spedition.

«Self Storage ist wie ein ausgelagerter Keller», sagt Martin Brunkhorst, Vorsitzender des Verbands Deutscher Self-Storage-Unternehmen in Wiesbaden. Gerade in den Innenstädten seien Dachgeschosse und Keller oft zu Wohnungen ausgebaut worden, so dass es kaum noch Stauraum gebe. Hinzu kommen Menschen, die nur für kurze Zeit eine Lagerfläche brauchen, weil sie zum Beispiel nach einer Scheidung in eine kleinere Wohnung ziehen, sich aber nicht sofort von allen Möbeln trennen wollen.

Rund 40 reine Self-Storage-Anlagen gibt es dem Verband zufolge in Deutschland - jedes Jahr werden es rund 50 Prozent mehr. Etwas neidisch blicken die Anbieter in Richtung USA. Dort soll es schon mindestens 37 000 Anlagen geben. «Jeder Einwohner hat statistisch gesehen 0,64 Quadratmeter Self-Storage-Fläche angemietet», rechnet Brunkhorst vor.

Wegen solcher Wachstumsprognosen entdecken auch klassische Spediteure das Geschäft mit dem schnell verfügbaren Stauraum immer stärker für sich. «Es gibt eine ganze Reihe von Unternehmen, die in diesem Bereich tätig geworden sind», sagt Dierk Hochgesang, Geschäftsführer des Bundesverbands Möbelspedition (AMÖ) im hessischen Hattersheim. Allerdings beschränke sich die Nachfrage auf Ballungszentren. «Also da, wo Wohnraum rar und teuer ist, und wo die Menschen häufiger umziehen».

Neben Privatleuten mit kleinen Wohnungen seien kleinere Handwerker unter den Kunden sowie Händler, die im großen Stil über das Internet verkaufen, sagt Hochgesang. Self Storage sei vor allem für Menschen interessant, die den Stauraum nur für einige Wochen brauchen oder regelmäßig an die gelagerten Gegenstände herankommen müssen. Für alle anderen ist die Einlagerung in Containern meist deutlich günstiger. «Wer über längere Zeit einlagert, weil er für zwei oder drei Jahre ins Ausland geht, der ist mit dieser klassischen Form mit Sicherheit besser beraten», sagt der AMÖ-Geschäftsführer.

Bei der Suche nach dem richtigen Self Storage lohnt unbedingt ein Preisvergleich, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Oft sei der Lagerraum sogar bei ein und demselben Anbieter in unterschiedlichen Stadtteilen unterschiedlich teuer. Wer nur für kurze Zeit einen einzigen Quadratmeter anmietet, zahlt im Monat nach Angaben der Verbraucherschützer 39 bis 54 Euro. Bei einer langfristigen Anmietung und einem größeren Lagerraum können die monatlichen Quadratmeterpreise dann bis auf 10 Euro sinken.

Die Self-Storage-Anbieter denken unterdessen schon viel weiter. Brunkhorsts Unternehmen vermarktet seit kurzem das Angebot «WineStorage - Dein Weinlager». Wem zu Hause der Platz für einen Weinkeller fehlt, kann die edlen Flaschen auslagern - bei einer gleichbleibenden Temperatur von 12 Grad und einer garantierten Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 70 Prozent. Versichern ist wichtig Egal für welche Form der Lagerung man sich entscheidet: Eine ausreichende Versicherung ist in allen Fällen wichtig, sagt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Schließlich ist gerade in einem Container die Gefahr gegeben, dass Möbel Feuchtigkeit ziehen oder beim Transport beschädigt werden. «Zunächst sollte man mit dem eigenen Hausratversicherer sprechen und nachfragen, ob der Schutz auch für die ausgelagerten Sachen gültig ist.» Meist sei eine Auslagerung von bis zu zwei Monaten automatisch abgedeckt. Von Marc Herwig, dpa

dpa-infocom


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