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Bügeleisen oder Schleifmaschine: Glanz fürs Parkett

Köln (dpa/tmn) - Parkett wird nicht nur wegen seines natürlichen Aussehens, sondern auch wegen seiner Langlebigkeit als Bodenbelag geschätzt.

Denn hässliche Gebrauchspuren und Kratzer in der Oberfläche eines Parkettbodens lassen sich meist abschleifen oder reparieren.

Was genau gemacht werden darf , hängt von der Art und dem Aufbau des jeweiligen Bodens ab. Denn nicht jedes Parkett darf gleich behandelt werden. Fachleute unterscheiden zwischen Massivparkett und Mehrschichtparkett, das auch Fertigparkett genannt wird.

«Dellen und Druckstellen im Parkett lassen sich ohne großen Aufwand mit einem feuchten Tuch und dem Bügeleisen reparieren», sagt Eberhard Hoffmann, Trainer bei der DIY-Academy in Köln. Die Schadstelle werde hierbei gezielt angefeuchtet, so dass die Holzfasern wieder aufquellen. Besonders wirksam sei die Methode, wenn ein feuchtes Tuch mit einem warmen Bügeleisen auf die Stelle gelegt wird.

Ein bewährtes Mittel, leichte Kratzer unsichtbar zu machen, ist die Behandlung mit Möbelpolitur, heißt es bei der Stiftung Warentest in Berlin. Bei tieferen Kratzern empfehle es sich, Schelllack oder Holzwachs im passenden Farbton aufzutragen. Über einem Feuerzeug wird die Reparaturmasse zum Schmelzen gebracht und mit einem Spachtel oder Stemmeisen in die Vertiefung gedrückt. Durch Nachpolieren werde die Schadstelle meist unsichtbar.

«Punktuelle Beschädigungen in der Versiegelung kann man durch leichtes Anschleifen der jeweiligen Stelle behandeln», rät Ludger Küper, Direktor des Paint Quality Institute in Frankfurt/Main. Um sichtbare Übergänge zu vermeiden, sollte um die Schadstelle zuvor mit Klebeband die Größe der Schleifstelle festgelegt werden. Nach dem Schleifen kommt dünn ein neuer Versiegelungslack darauf. Ganz unsichtbar werde eine solche Reparatur in der Regel aber nicht.

«Bei ganz hartnäckigen Beschädigungen, Kratzern und Flecken hilft nur ein Abschleifen der gesamten Oberfläche», sagt Ralph Plessmann, Vorsitzender des Verbands der deutschen Parkettindustrie in Bad Honnef. Wie oft ein Parkett abgeschliffen werden kann, richtet sich nach der Dicke seiner Echtholz-Laufschicht.

Bei Mehrschichtparkett reicht diese Schicht von 2,5 bis 6 Millimeter. Massivparkett besteht dagegen aus bis zu 22 Millimeter dickem Massivholz. Beim Renovieren eines Parkettbodens wird bis zu ein Millimeter der Nutzschicht abgetragen. Entsprechende Vorsicht ist vor allem bei Mehrschichtparkett geboten.

«Fachgerecht können alte Lackschichten von Holzdielen nur mit professionellen Parkettschleifmaschinen entfernt werden», erklärt Heimwerker-Trainer Hoffmann. Die Handhabung von Parkettschleifmaschinen sei aber nicht ganz einfach. Bei laienhafter Arbeit bestehe aufgrund der hohen Abtragsleistung der Maschine die Gefahr, dass an einigen Stellen zu viel Holz abgeschliffen wird. Wenig geübte Heimwerker sollten das Abschleifen deshalb einem Profi überlassen.

Um die Lackschicht restlos zu entfernen und den Boden zu ebnen, muss dieser mehrmals abgeschliffen werden. «Zeigen sich während des Schliffs feine Risse oder Fugen, können diese mit einer Paste, die aus dem feinem Schleifstaub des letzten Schleifganges und Versiegelungslack gemischt wird, ausgebessert werden», rät Hoffmann. Danach erfolge noch einmal ein Feinschliff mit den Körnungen 100 oder 120 für eine glatte Oberfläche. Nicht vergessen: Nach jedem Schleifgang wird der Boden gründlich gestaubsaugt.

Zuletzt bekommt der Boden eine Oberflächenbehandlung, die dem Parkett neuen Glanz verleiht und es schützt. Neben Lack stehen als Alternative hier auch Öl oder Wachs zur Verfügung. Beim Versiegeln sind in der Regel eine Grundierung, ein Zwischenschliff und mehrere Lackaufträge nötig. Auch Öl sollte in der Regel mindestens zweimal aufgetragen werden und aushärten, rät der Experte. Holzböden nur mit Staubabsaugung schleifen «Holzböden sollten aus gesundheitlichen Gründen nur mit Maschinen mit Staubabsaugung abgeschliffen werden», rät Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut in München. Denn der Holzstaub von Harthölzern wie Buche und Eiche, aus denen viele Holzböden bestehen, stehe im Verdacht, krebserregend zu sein. Optimal sei das Abschleifen durch einen Bodenleger. Dieser kenne sich mit geeigneten Schutzmaßnahmen am besten aus. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


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