IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Bauen & Wohnen     » News     » Mietrecht     » Haushalts-Tipps

Der neue Einrichtungstrend: Wohnen ganz in Weiß

Bad Honnef Weiß gehört in diesem Jahr zu den Trendfarben schlechthin. Ob Autos oder Kleidung - in Weiß wirkt alles elegant, frisch und modern.

Auch Sofas, Schränke oder ganze Interieurs dürfen luftig-hell daherkommen: Wohnen in Weiß ist derzeit angesagt.

«Bei Polster- und Kastenmöbeln ist Weiß momentan die absolut dominierende Farbe», sagt Ursula M. Geismann vom Verband Deutscher Möbelhersteller (VDM) in Bad Honnef. Das liege einerseits an ihrer positiven Grundausstrahlung, so die Expertin. «Aber auch die Retrowelle 'Back to the 60s' spielt eine Rolle. Damals war Weiß schon einmal modern.»

Außerdem vergrößere Weiß einen Raum optisch, ergänzt Claudia Herke, Trendexpertin vom Stilbüro Bora-Herke in Frankfurt/Main. Kleine, dunkle Räume bekommen auf diese Weise Licht eingehaucht und wirken weiter und offener. «Da es das Licht auch reflektiert, ist Weiß überall dort unverzichtbar, wo nur wenig Sonnenlicht vorhanden ist», erklärt die britische Innenarchitektin Atlanta Bartlett in ihrem Buch «Wohnen in Weiß»: «Weiß bringt Helligkeit in das einfachste Kellergeschoss.»

Doch Wohnen in Weiß bedeutet nicht unbedingt, in einem klinisch-sterilen Raum sitzen zu müssen. «Weiß ist ein grandioser Kombinationskünstler», schwärmt Katrin Weimann, Einrichtungsberaterin aus München. «Je nachdem, was ihm zur Seite gestellt wird, wirkt Weiß brav-unschuldig, strahlend-frisch oder schillernd-glamourös.»

Sanfte Kontraste mit Pastell- oder Naturtönen sind ebenso möglich wie ein deutlicher Hell-Dunkel-Kontrast oder sogar das extreme Spiel mit Schwarz und Weiß. «Weiß an sich ist zunächst neutral», sagt Weimann. Auf dieser neutralen Basis wird dann ein Raumkonzept aufgebaut. «Und soll sich der Look mal ändern, muss nicht gleich das ganze Mobiliar ausgetauscht werden.»

Auch Ursula M. Geismann sieht darin den ganz großen Vorteil: «Weiß passt zu allem und lässt sich jederzeit umgestalten», erklärt sie. Bei einem Zimmer mit weißer Grundfarbe lassen sich mit einfachsten Mitteln Akzente setzen: «Knallrote Kissen als Farbtupfer auf einem weißen Sofa - schon sieht das Zimmer ganz anders aus.» Allerdings gilt hier als Faustregel, nicht mehr als ein oder zwei farbige Elemente einzubauen. Sonst wird die durch Weiß geschaffene Klarheit wieder gestört, warnt Bartlett.

Aber nicht nur Farbtupfer bringen mehr Leben ins kühle Weiß. «Hier spielt auch das Spiel mit verschiedenen Materialien und unterschiedlichen Oberflächen eine große Rolle», beobachtet Claudia Herke. Bei glatter Baumwolle, glänzendem Damast oder flauschigem Frottee beispielsweise kann ein und dasselbe Weiß ganz unterschiedlich wirken - und gerade darin liegt der Reiz.

«Abwechslungsreich und spannend wird Weiß erst im richtigen Mix mit Farben, Materialien und Oberflächen», stimmt Katrin Weimann zu. Wobei Weiß eben auch nicht immer gleich Weiß sein muss. «Weiß hat viele Abstufungen, die uns oft nur im direkten Vergleich auffallen», erläutert die Einrichtungsberaterin. Von Reinweiß über Beige- bis hin zu Grautönen kann diese Farbe variieren - und bietet damit eine schier grenzenlose Gestaltungsfreiheit.

«Weiß passt in die schicke Stadtwohnung ebenso wie in einen Stadtbungalow oder ein hübsches Cottage», fasst Bartlett die Vorteile des «Wohnens in Weiß» zusammen. Und auch wenn es gerade im Trend liegt - wirklich out wird der Klassiker Weiß nie sein, so die Autorin: «Kein Innenarchitekt würde jemals von der 'neuen' Farbe Weiß sprechen, denn Weiß ist immer modern.»

Literatur: Atlanta Bartlett: Wohnen in Weiss, Gerstenberg Verlag, ISBN-13: 978-3-8369-2972-1, 19,90 Euro Wohnen in Weiß mit Kindern und Tieren Dekorations- und Möbelstoffe sind heute meist wesentlich schmutzabweisender und auch einfacher waschbar als noch vor einigen Jahren. Die Spuren klebriger Kinderhände und matschiger Hundepfoten sind auf hellen Untergründen aber nach wie vor definitiv deutlicher zu sehen als auf dunklen. Gewaschen werden muss ein weißer Sofabezug also im Zweifelsfall öfter als ein brauner. Weiße Böden müssen häufiger gewischt, weiße Teppiche regelmäßig gereinigt werden. Weiße Interieurs sind deshalb nichts für Liebhaber von Alltagstauglichkeit, Strapazier- und Pflegeleichtigkeit - Weiß ist und bleibt empfindlich. Von Melanie Brandl, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon