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Wiedereinstieg in Beruf: Voraussetzungen klären

Berlin Mütter, die wieder berufstätig werden möchten, müssen zunächst klären, unter welchen Voraussetzungen das möglich ist.

«Zum einen stellt sich die Frage, wie viele Wochenstunden sie arbeiten wollen.».

Dies sagte Alexandra Wachendorfer vom Netzwerkbüro Erfolgsfaktor Familie in Berlin. «Zum anderen ist entscheidend, wie viel sie verdienen möchten beziehungsweise müssen.» Wenn das geklärt ist, sollten Frauen gegenüber ihrem Arbeitgeber durchaus selbstbewusst auftreten und offensiv ihre Vorschläge vorstellen.

Wichtig sei, Flexibilität zu signalisieren und nicht strikt etwa auf einer halben Stelle zu bestehen: «Man kann zum Beispiel anbieten, an zwei Tagen in der Woche länger zu arbeiten, an denen der Mann dann die Kinder aus der Kita abholt», schlägt Wachendorfer vor. Auch bei der Wochenstundenzahl sollten Frauen flexibel sein: «Die Mehrzahl möchte gerne Teilzeit arbeiten, zumindest wenn die Kinder noch klein sind. Aber Teilzeit kann vieles sein, auch 30 oder 35 Stunden.»

Rechtzeitig sollte außerdem mit dem Partner geklärt werden, welche Vorstellungen er von der Aufteilung zwischen Kinderbetreuung und Arbeit hat. Laut der im Auftrag des Bundesfamilienministeriums 2007 erhobenen Studie «Beruflicher Wiedereinstieg nach der Familiengründung» sind 80 Prozent der potenziellen Wiedereinsteigerinnen verheiratet - ohne Unterstützung des Partners ist der Wiedereinstieg kaum realistisch. Allerdings gingen die Männer häufig davon aus, sie hätten mit dem Thema «nichts zu tun».

Die Haltung des Partners kann deshalb durchaus zur Hürde für die Rückkehr in den Beruf werden - entweder weil er kein Verständnis für den Wunsch der Frau hat und die Unterstützung verweigert oder weil er beruflich stark eingespannt ist und ihr den Rücken aus diesem Grund nicht freihalten kann. «Frauen sollten deshalb zusammen mit dem Partner überlegen, wie eine gemeinsame Lösung aussehen kann - schließlich haben beide Verantwortung für die Familie», sagte Wachendorfer. «Eine Frage ist: Was kann der Partner tun, auch wenn er weiter voll arbeitet?» Wenn er beispielsweise an zwei Tagen in der Woche früher als üblich von der Arbeit kommt, kann seine Partnerin dadurch an diesen Tagen länger arbeiten.

Mütter, die gerne wieder arbeiten möchten, sollten aber auch darüber nachdenken, Aufgaben zu delegieren, empfahl Wachendorfer: «Man kann schließlich, wenn man wieder Geld verdient, viele Dienstleistungsangebote nutzen.» Wer das Bügeln von Blusen und Hemden oder das Fensterputzen erledigen lässt, schaffe sich Freiräume. «Das kann mehr Zeit für die Familie sein oder mehr Flexibilität für den Job.» Wichtig sei auch zu lernen, Abstriche zu machen und keine Perfektionistin in allen Bereichen sein zu wollen. «Es ist auch in Ordnung, wenn der Partner das Abendessen etwas anders macht als man selbst oder auch einfach mal Pommes frites in den Ofen schiebt.»

Mittelfristig werden die Chancen für den Wiedereinstieg nach Alexandra Wachendorfers Einschätzung besser: «Arbeitgeber haben schon jetzt überall da ein offenes Ohr, wo es Fachkräftemangel gibt. Manche Unternehmen werben schon um die Frauen, wenn sie in Elternzeit gehen.» Durch den steigenden Bedarf an Fachkräften werde sich die Zeit bis zum Wiedereinstieg künftig sogar verkürzen - «und das entspricht ja auch den Wünschen der meisten Frauen».

Informationen zum Netzwerk: www.erfolgsfaktor-familie.de/netzwerk

dpa-infocom


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