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Raus aus dem Schuhkarton: Papierfotos digitalisieren

Frank­furt/Main/Hamburg Oft schlum­mern sie in Schuh­kar­tons gesta­pelt in der hin­ters­ten Ecke des Klei­der­schranks: alte Fotos.

Mit ihrer Wie­derent­deckung keimt häufig der Wunsch, die Auf­nah­men zu digi­tali­sie­ren.

Gründe dafür gibt es mehrere: «Viel­leicht soll ein Foto­buch zur Gol­denen Hoch­zeit erstellt werden. Oder die Bilder werden für eine Präsen­tation benötigt», sagt Con­stanze Clauß vom Pho­toin­dus­trie-Verband (PIV) in Frank­furt. Um von den Abzügen eine Kopie aus Bits und Bytes zu machen, gibt es zwei Möglich­kei­ten: selber machen oder in Auftrag geben.

«Je mehr Bilder es sind, desto eher lohnt sich die Anschaf­fung eines eigenen Scan­ners», erklärt Rainer Claaßen von der Zeit­schrift «Audio Video Foto Bild». Ein geeig­netes Gerät ist ab rund 60 Euro zu haben. Das gilt vor allem für den Fall, dass Fotos ein­ges­cannt werden sollen. Eine bessere Qualität lässt sich jedoch mit dem Scannen von Dias oder Nega­tiven erzie­len: Wer dies tun will, muss darauf achten, dass der Scanner eine Durch­licht-Einheit hat. Sie ist dann meist in den Deckel des Scan­ners ein­gebaut.

Constanze Clauß gibt noch zu bedenken , dass Nega­tive nicht zu oft gescannt werden sollten. «Sonst setzt man sie einer unnötigen Belas­tung aus.» Es ist ratsam, die Auflösung beim Scannen anzu­pas­sen. Manch­mal werden Bilder auf­gebla­sen, nur um eine gewisse Auflösung zu errei­chen, warnt Claaßen: «Da hat die Datei dann 30 Mega­byte, obwohl 1,5 MB gereicht hätten.» Das kostet nicht nur unnötig viel Spei­cher­platz, sondern bringt auch keinen Mehr­wert. Ältere PCs lassen sich von solchen Dateien auch in die Knie zwingen.

Für den Aus­druck eines Fotos im Post­kar­ten­for­mat reicht es, das Ori­ginal mit einer Auflösung von 300 dpi zu scannen. Dia oder Nega­tive werden am besten mit deut­lich höherer Auflösung ein­ges­cannt. Zudem rät Con­stanze Clauß, das Bild einmal in seiner besten Auflösung zu erfas­sen, um davon später Kopien ziehen zu können, zum Bei­spiel mit gerin­gerer Auflösung für die Website. «Das ist besser als die Ori­ginale jedes­mal wieder eins­can­nen zu müssen.»

Neben der Auflösung kann der Nutzer in der Scan-Soft­ware auch die Farb­tiefe auswählen: Je tiefer, desto mehr ver­schie­dene Farben kann das Bild ent­hal­ten. Mit der Farb­tiefe nimmt die Daten­menge zu. Oft gibt es für die Farb­tiefe Vor­ein­stel­lun­gen wie «Text» oder «Foto».

Nach dem Scannen bietet sich die Möglich­keit zur digi­talen Bear­bei­tung des Fotos. Wie weit man dabei geht, ist letzt­lich Geschmackssa­che: Die Palette reicht vom Ent­fer­nen von Krat­zern und Sch­lie­ren über die Kon­trastein­stel­lun­gen bis hin zur künst­leri­schen Ver­frem­dung. Rainer Claaßen rät, nicht zu viel Farbe zu ver­wen­den: «Das ist dann zwar schön bunt, hat aber mit dem Ori­ginal nichts mehr zu tun.»

Wem diese Arbeit zu viel ist oder wer einen Exper­ten ran­las­sen möchte, kann die Arbeit auch weg­geben. Den Job über­nimmt der kleine Foto-Fachhändler ebenso wie das an den Dro­gerie­markt ange­schlos­sene Großlabor. «Ein kleiner Händler macht das oft selbst», sagt Con­stanze Claus. Das Großlabor ist in der Regel günstiger.

Doch beim Händler um die Ecke lassen sich auch indi­vidu­elle Wünsche erfüllen - zum Bei­spiel indem das Bild nach dem Eins­can­nen noch retu­schiert wird. «Da ist heute vieles möglich», so Clauß. Der Preis für die Bear­bei­tung der Bilder ist dann Ver­hand­lungs­sache. Die Arbeit ist nicht damit getan, die Bilder durch eine Maschine zu jagen: «Da muss ich den Arbeits­auf­wand bezah­len», erklärt Clauß. Wie gut das Ergeb­nis wird, ist auch vom ein­zel­nen Auftrag abhängig.

Wer seine digitalisierten Bilder dann doch wieder auf Papier haben will, kann sie zum Bei­spiel mit einem Foto­dru­cker aus­dru­cken. Diese Abzüge halten nach den Ver­spre­chun­gen der Her­stel­ler bis zu 100 Jahre - bei pfleg­licher Behand­lung. Die gleiche Halt­bar­keit sichern auch manche Labors ihren Aus­dru­cken zu. Die dpi-Zahl beschreibt die Bild­auflösung Die Abkürzung dpi steht für «dots per inch». Ein Wert von 300 dpi zum Bei­spiel besagt, dass die Bild­zeile auf einer Länge von 2,54 Zen­time­tern 300 Bild­punkte enthält. Je höher der dpi-Wert ist, desto mehr Infor­matio­nen stecken im Bild. Von Sven Appel, dpa

dpa-infocom


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