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Virtuelle Spiegel: Funkausstellung zeigt Visionen

Berlin Es soll noch Menschen geben, die Freunden DVDs ausleihen - nicht mehr lange.

Es gibt noch Männer, die Hemden vor dem Kauf anprobieren - bald nicht mehr nötig.

Was die nächste Stufe der digitalen Welt möglich macht, ist auf der Internationalen Funkausstellung (29. August bis 3. September) in Berlin schon zu sehen: Verborgen, abseits der breiten Besucherströme im Technisch-Wissenschaftlichen Forum. Dort ist schon heute zu sehen, wie unser digitales Leben in einigen Jahren aussehen kann.

Das 16:9-Format, Digitalfernsehen - heute selbstverständlich, war schon vor Jahren dort zu sehen. «Vieles, was hier so angedacht wird, wird früher oder später in die technologische Infrastruktur eingehen», sagte Forumssprecher Wolfgang Tunze. Vor fast 30 Jahren als Fortbildung für Elektronikhändler gedacht, habe sich das Forum zur Plattform für die Neuheiten von Morgen gemausert.

Ein Blick in die Zukunft: Wer heute zum Telefonhörer greift, um Freunde auf einen spannende Film im Fernsehen aufmerksam zu machen, muss das dann nicht mehr. Ein Knopfdruck auf die Fernbedienung reicht und auf dem Bildschirm des Freundes poppt eine Nachricht auf, wie Robert Seeliger erklärt, der im Berliner Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme an künftigen Diensten des internetbasierten Fernsehens forscht. «Oder man schickt ihm einfach das Video hinüber, das man gerade sieht und schaut es gemeinsam an.»

Die Anwendung des Instituts macht so gemeinsames Fernsehen auch über lange Distanzen möglich. Darüber kann er auch bei Casting-Shows abstimmen oder über eine Liste verfolgen, welche Programme seine Freunde gerade sehen.

Bequemer wird in der Zukunft auch der Kleidungskauf: Ein virtueller Spiegel erübrigt das Anprobieren. Der Kunde sieht auf dem Bildschirm, ob ihm die Jacke besser in grün steht oder doch in rot. Wie vor Spiegeln in Umkleidekabinen kann sich der Käufer vor dem Monitor auch drehen; der virtuelle Spiegel macht jede Wendung mit.

Oder besser gleich mit Freunden gemeinsam Online-Shoppen? Dabei hilft eine neue Konferenz-Technik von IBM, wie Entwickler Peter Westerink erklärt. Räumlich getrennt können mehrere Nutzer über einem Webserver gemeinsam agieren als säßen alle an einem Computer. «Jeder Klick, den Du machst, wird auch auf dem Bildschirm des anderen ausgeführt und umgekehrt. So kann man zum Beispiel auch Chatten und nebenbei Schachspielen.»

Von liebgewonnen Eingabegeräten wie der Computermaus oder der Fernbedienung können wir uns bald verabschieden, wenn es nach zahlreichen Entwicklern geht, die ihre Prototypen auf der IFA zeigen. Darunter sind Navigationsgeräte mit Sprachsteuerung und Kameras, die sich per Fingerzeig schwenken lassen, etwa bei Videokonferenzen.

Mit Technik des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik kann ein Arzt per Fingerzeig in der Luft Röntgenbilder auf dem Bildschirm verschieben, ohne mit schmutzigen OP-Handschuhen die Maus berühren zu müssen. «Das ist eigentlich ein Nebenprodukt der 3D-Forschung», erklärt Jasmin Heumann. «Möglich machen das zwei einfache Infrarot-Kameras, die man an der Decke befestigen kann.» Nur beim Skalpell muss der Arzt weiter richtig zugreifen.

dpa-infocom


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