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Nach Tank-Trauma: Ferrari mit Durchhalteparolen

Singapur Nach dem Tank-Trauma von Singapur haben bei Ferrari Durchhalteparolen Hochkonjunktur.

Auch Berater Michael Schumacher stimmte mit ein und spendete aus der Ferne Trost.

«Die Saison liefert ja noch genug , um diesen Rückstand aufzuholen», schrieb der Formel-1-Rekordweltmeister auf seiner Homepage. Ferrari-Rivale McLaren-Mercedes will indes noch nichts von einer Vorentscheidung zugunsten seines Chefpiloten und Nacht-Dritten Lewis Hamilton drei WM-Läufe vor dem Saisonende wissen. «Es wäre schön, wenn es so wäre», meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Den fatalen Fehler beim Boxenstopp von Titelkandidat Felipe Massa und den Unfall von Weltmeister Kimi Räikkönen drei Runden vor Schluss schienen die italienischen Zeitungen noch immer nicht begreifen zu können. «Ein Ferrari-Desaster», nannte «La Gazzetta dello Sport» die Nullnummer am Hafen der asiatischen Metropole. Der «Corriere dello Sport» stellte fest: «Was für ein unglaublicher Unfall von Massa.» Der «Corriere della Sera» schrieb: «Diese Nacht war ein Alptraum für Ferrari.» «Unter Scheinwerferlicht sah es für Ferrari ganz düster aus», so «L'Unità».

Als Führender hätte Massa in die letzten drei Rennen gehen können. Doch ein falsch gedrückter Knopf eines Mechanikers führte bei seinem Boxenstopp zum Desaster. Der Brasilianer fuhr los - mit abgerissenem Tankschlauch. «Es ist hart, ein Rennen auf die diese Art zu verlieren mit einem Auto das so war, wie ich es wollte», meinte der Südamerikaner. Am Ende blieb ihm nur Rang 13 und die Hoffnung: «Wir dürfen nicht aufgeben, und wir werden das auch nicht tun.» Auch Teamchef Stefano Domenicali meinte: «Wir sind sehr enttäuscht, aber das bedeutet nicht, dass wir geschlagen sind.»

Ob auch in den nächsten Rennen die Anlage bei Ferrari, mit der den Fahrern signalisiert wird, wann sie nach dem Boxenstopp losfahren können, zum Einsatz kommt, blieb offen. Die Italiener sind die einzigen, die diese Technik benutzen. Die Konkurrenz verwendet weiterhin den sogenannten «Lollipop».

Die britischen Zeitungen hielten sich mit Häme für Ferraris Tankrüssel-Drama zurück. «Was für ein Schla-Massa-l!», textete das Boulevardblatt «The Sun». Der Daily Mail» meinte: «Es wird heller für Lewis: Massas Pitstop-Patzer schenkt dem Rivalen wichtigen Vorsprung in der Weltmeisterschaft.»

Von Schadenfreude war bei den Silbernen keine Spur: Aus den bitteren Erfahrungen des vergangenen Jahres haben sie offenbar gelernt. Damals lag Hamilton vor den letzten beiden Rennen 17 Punkte vorn - am Ende triumphierte Räikkönen. «Wir hatte da die Disziplin nicht», meinte McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh.

Schon in Singapur hatten sich der 23-jährige Hamilton und sein Team zum Ende des Rennens zurückgehalten und mit dem dritten Platz bei der Flutlicht-Premiere hinter Überraschungssieger Fernando Alonso (Renault) und Nico Rosberg (Williams) zufriedengegeben. Drei Grand Prix' vor Saisonende baute Hamilton (84 Punkte) damit seine Führung auf sieben Zähler vor Massa (77) aus.

Im Schatten des Titelkampfes ging das Sieg-Comeback von Ex- Silberpfeil-Pilot Fernando Alonso beinahe unter. Trotz seines ersten Erfolges nach einem Jahr mochte der zweimalige Weltmeister noch immer kein Bekenntnis für seinen Arbeitgeber ablegen: «Das beeinflusst nicht meine Entscheidung für das nächste Jahr. Wie ich immer schon gesagt habe, ist Renault meine erste Priorität, weil ich mich in diesem Team zu Hause fühle.» Angesichts von Alonsos Aufholjagd von Startplatz 15 auf das Siegerpodest schwelgte die Zeitung «El Mundo»: «In der tropischen Nacht von Singapur fand Fernando Alonso das Licht.» Von Claas Hennig, dpa

dpa-infocom


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