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Schumacher-Erben fahren ins Rampenlicht

Singapur Die Nacht von Singapur hat es wieder ans Licht gebracht: Michael Schumachers Formel-1-Erben treten mit großen Schritten aus dem Schatten des Rekordweltmeisters.

Mit dem herausragenden Nationenergebnis in Singapur betrieb die schwarz-rot-goldene «Fahr-Gemeinschaft» glänzende Werbung in eigener Sache. Resultate wie der zweite Platz von Nico Rosberg steigern das Interesse der Formel-1- Branchenführer, «um irgendwann im richtigen Auto zu sitzen», weiß der 23 Jahre alte Williams-Pilot. Weiter kamen in der Wahl «Deutschland sucht den Schumacher» auch Timo Glock im Toyota, Monza- Sensationssieger Sebastian Vettel im Toro Rosso und Nick Heidfeld im BMW-Sauber auf den Plätzen vier, fünf und sechs.

Der siebenmalige Champion selbst erfuhr erst hinterher vom Ausgang des viertletzten Saisonrennens: Der 39-Jährige Schumacher saß mal wieder auf einem Zweirad und holte sich in Brünn in der Schweizer Superbike-Meisterschaft seinen ersten Sieg.

Auf diesen wartet im Formel-1-Rennwagen noch immer Heidfeld, auch wenn der BMW-Sauber-Angestellte als einziger im deutschen Quintett ein Auto pilotiert, das mit McLaren-Mercedes und Ferrari einige Male mithalten konnte. Doch muss ausgerechnet der mit 31 Jahren älteste und auch erfahrenste Kennzeichen-D-Steuermann um sein Cockpit für die kommende Saison bangen. Vettel wird von Toro Rosso zum derzeitig schwächeren Vaterteam Red Bull «aufsteigen», Rosberg sitzt auch 2009 bei Williams im Fahrersitz und Glock bei Toyota. Adrian Sutil, der in Singapur mit seinem Force India in die Streckenbegrenzung krachte, wird nächstes Jahr wohl für das derzeit noch weit abgeschlagene indische Team wieder an den Start gehen.

«Wenn das Auto nicht geht, geht auch dein Marktwert runter», weiß Kollege Rosberg. Es sei deshalb wichtig, kleine Zeichen auch mit einem Wagen zu setzen, der nicht so schnell ist. Umso größer fiel das Lob von allen Seiten für die Deutschen auf der Überholspur in den Straßen von Singapur aus. «Wir hatten vier deutsche Fahrer in den Punkten. Das hat es glaube ich noch nie gegeben. Das ist natürlich sehr auch ein sehr erfreulicher Aspekt», meinte BMW- Motorsportdirektor Mario Theissen.

Kollege Norbert Haug von Mercedes, das mit Partner McLaren im vergangenen Winter bereits Interesse an Vettel und Rosberg bekundet hatte, pflichtete ihm bei: «Vier Deutsche in den Top Sechs und der Silberpfeil in beiden WM-Wertungen ganz vorn. Deutschland hat bei der Singapur-Premiere geglänzt.» Von Claas Hennig, dpa

dpa-infocom


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