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 Das Thema des Tages 

In der CSU geht die S-Frage um: Was macht Stoiber?

München Was macht Edmund Stoiber? Viele in der CSU treibt seit dem Wahl­deba­kel vom Sonntag diese Frage um.

Der 2007 von der eigenen Partei aus dem Amt gedrängte frühere CSU-Chef und Minis­terpräsident brauchte bis zum Mon­tag­mor­gen, bis er sich zu einem Kom­men­tar über das Wahl­desas­ter seiner Partei durch­rin­gen konnte: «Das ist für mich der bit­terste Moment gewesen in meinem poli­tischen Leben.» Aus­gerech­net am Wahl­sonn­tag, dem schwärzesten Tag für die CSU, feierte er seinen 67. Geburts­tag. «Den hat's mir gründlich ver­hagelt», bilan­zierte er am Tag danach.

In seiner ersten Reaktion machte Stoiber aber auch deut­lich, dass er künftig wieder stärker mit­mischen will - was seine inner­par­tei­lichen Wider­sacher als Drohung auf­gefasst haben dürften. «Ich werde mich als Ehren­spielführer ein Stück weit ein­brin­gen», sagte er vor der Sitzung des CSU-Vor­stan­des. In den ver­gan­genen Monaten hatte Stoiber öffent­lich beharr­lich zu allen Tur­bulen­zen und Pannen in der CSU geschwie­gen.

Zwar nahm Stoiber das seit Sonn­tag­abend viel zitierte Wort «Rücktritt» an die Adresse seines Nach­fol­gers als Par­tei­chef, Erwin Huber, nicht in den Mund. Er fügte aber hinzu, es sei wichtig, nun die rich­tigen Kon­sequen­zen zu ziehen. Gespannt warten nun viele in der Partei, ob Stoiber sich offen zu Par­tei­vize Horst See­hofer als neuem Vor­sit­zen­den bekennt. Dass es eine «Tele­fonachse» zwi­schen Stoiber und dem in Berlin am Kabi­nett­stisch sit­zen­den Ober­bay­ern gibt, darüber wurde in den ver­gan­genen Tagen bereits viel spe­kuliert.

Geärgert haben dürfte Stoiber am Wahl­abend ein Sei­ten­hieb Hubers, wonach die Verant­wor­tung für die CSU-Ver­luste nicht nur bei der aktu­ellen Führungs­spitze liegt. «Der Wähler hat die gesamte Politik seit 2003 im Blick gehabt», sagte Huber, ohne Stoiber beim Namen zu nennen. Aber dennoch pran­gerte er damit indi­rekt dessen rigo­rose Spar­poli­tik und dessen Ber­liner Wackel­kurs an.

Aus der Deckung ging Stoiber auch am Montag nicht - noch nicht. Aber schon die Tat­sache, dass er an der Kri­sen­sit­zung des engeren Vor­stan­des der immer noch ein­fluss­rei­chen Ober­bay­ern-CSU unmit­tel­bar vor dem Gesamt­vor­stand teil­nahm, deu­teten viele als Kampf­ansage an Huber. Schützen­hilfe erhielt der Ex-Partei- und Regie­rungs­chef von dem ober­baye­rischen Bezirks­chef Sieg­fried Schnei­der. Der Kul­tus­minis­ter machte noch am Wahl­abend den feh­len­den Stoiber-Bonus für das desaströse Abschnei­den der CSU ver­ant­wort­lich. Schnei­der erin­nerte an das «ful­minante Ergeb­nis» Stoi­bers bei der Land­tags­wahl 2003. Damals fuhr die CSU 60,7 Prozent ein.

Stoiber aber wird sich als selbst ernann­ter «Ehren­spielführer» wohl nicht mehr in das tiefste CSU-Getümmel stürzen. Obwohl ihn vor allem viele ober­baye­rische Par­tei­freunde zu einer erneu­ten Land­tags­kan­dida­tur gedrängt hatten, hatte Stoiber nach 34 Jahren im Maxi­milia­neum den par­lamen­tari­schen Ruhe­stand vor­gezo­gen. Außerdem schwin­det der Ein­fluss der einst mächtigen CSU-Ober­bay­ern, in der Stoiber seine stärkste Haus­macht hat: Die Christ­sozia­len im mit­glie­derstärksten Bezirks­ver­band mussten am Sonntag noch mehr Federn lassen als die Partei im Lan­des­durch­schnitt. Von Paul Win­terer, dpa

dpa-infocom

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