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Forschungsgruppe Wahlen: «Zeitenwende» in Bayern

Mann­heim/München Die CSU hat nach einer Analyse der For­schungs­gruppe Wahlen bei der Land­tags­wahl in Bayern ihren Mythos ver­loren.

Die viel beschwo­rene Über­ein­stim­mung von CSU und Bayern sei «so nicht mehr gegeben», heißt es in einer am Montag veröffent­lich­ten Unter­suchung.

Ihr Ziel «50 Prozent plus X» erreichte die Partei nur noch in einer ein­zigen Wähler­gruppe - bei den über 60-Jährigen. Die wich­tigs­ten Fak­toren der Wahl­ent­schei­dung vom Sonntag, die die Exper­ten als «Zei­ten­wende» für Bayern bezeich­nen:

IDENTITÄTSVERLUST: Für 32 Prozent der Bayern steht die CSU heute weniger als früher für das, was ihr Hei­mat­land aus­macht. Im Unter­schied zur Wahl 2003, als die CSU unter dem dama­ligen Partei- und Regie­rungs­chef Edmund Stoiber noch eine Zwei-Drittel-Mehr­heit erreichte, gab dieses Mal die Lan­des­poli­tik den Aus­schlag. 68 Prozent sagten, dass dies wich­tiger gewesen sei als die Lage im Bund.

LEISTUNGSBILANZ: Bei Ansehen , Leis­tungs­bilanz und Per­sonal zeigte die CSU ver­gli­chen mit früher erheb­liche Defi­zite. 58 Prozent fanden es vor der Wahl zudem schlecht, wenn die CSU auch künftig wieder allein regie­ren würde. Für ihre Regie­rungs­arbeit wird sie auf einer +5/-5-Skala jetzt nur noch mit 1,1 bewer­tet (2003: 1,8).

PARTEIFÜHRUNG: Mit ihrem Spit­zen­per­sonal konnte die CSU weder Leis­tungs- noch Anse­hens­ver­luste kom­pen­sie­ren. Bei der persönlichen Arbeits­bilanz liegt Günther Beck­stein mit 62 Prozent Zufrie­den­heit zwar im Mit­tel­feld der deut­schen Minis­terpräsiden­ten. Er bleibt aber weit von den 80 Prozent ent­fernt, die einst Stoi­bers Arbeit positiv bewer­tet hatten. Auch beim Image wird Beck­stein mit 1,4 weniger gut als Stoiber (2,1) ein­gestuft. CSU-Chef Erwin Huber schnei­det mit nur 0,1 beson­ders schwach ab.

WIRTSCHAFTSBILANZ: Dass die CSU trotz ihrer starken Ver­luste die domi­nie­rende poli­tische Kraft bleibt, steht in Zusam­men­hang mit der posi­tiven ökono­mischen Situa­tion in Bayern. 83 Prozent halten ihr Land für wirt­schaft­lich besser auf­gestellt als die anderen west­deut­schen Bundesländer. Dies wird ein­deu­tig der Regie­rungs­par­tei zuge­schrie­ben: In den Poli­tik­fel­dern Wirt­schaft (CSU: 47 Prozent; SPD: 10 Prozent) und Arbeit (CSU: 45 Prozent; SPD: 15 Prozent) wird der CSU wei­ter­hin wesent­lich mehr zuge­traut als der SPD.

ALTERSGRUPPEN: Die CSU verlor in prak­tisch allen Bevölke­rungs­grup­pen stark. Nur bei den über 60-Jährigen holt sie mit 54 Prozent (minus 11) noch über die Hälfte der Stimmen. Massive Ver­luste gab es vor allem in den mitt­leren Alters­grup­pen: Bei den 30- bis 44- Jährigen (minus 20) und den 45- bis 59-Jährigen (minus 21) fiel sie unter die 40-Prozent-Marke. Gerade hier schnei­den Freie Wähler, FDP und Grüne über­durch­schnitt­lich gut ab.

TOP-THEMA BILDUNG: In diesem Bereich , beim für die Men­schen wich­tigs­ten Problem in Bayern, liegt die CSU mit 32 Prozent Ver­trauen (2003: 46 Prozent) nur noch knapp vor der SPD mit 27 Prozent (2003: 20 Prozent).

GROSSE KOALITION: Der Erfolg der kleinen Par­teien erklärt sich, so die For­schungs­gruppe, auch aus der nach­las­sen­den Bin­dungs­kraft der großen Volks­par­teien. Außerdem muss er vor dem Hin­ter­grund der Zusam­men­arbeit von Union und SPD in der großen Koali­tion im Bund gesehen werden. Eine ver­unsi­cherte CSU wird nun die Zusam­men­arbeit sowohl mit der CDU als auch inner­halb der großen Koali­tion unbe­rechen­barer machen.

dpa-infocom

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