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Börsen

DAX fängt sich nach schwachem Start

Frankfurt - Aufkeimende Hoffnung auf Zinssenkungen der Notenbanken hat den deutschen Aktienmarkt am Dienstag deutlich gestützt.

Der DAX verlor bis zum frühen Nachmittag nur noch 0,66 Prozent auf 5.768,64 Zähler, nachdem er zunächst bei 5.658 Punkten ein neues Jahrestief markiert hatte. Die Nebenwerte eroberten sogar wieder positives Terrain. Der MDAX stieg um 1,25 Prozent auf 6.905,72 Punkte. Der TecDAX gewann 0,80 Prozent auf 680,88 Zähler.

Spekulationen auf Zinssenkungen seitens der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank hätten den Markt gestützt, sagte ein Börsianer. "Eine echte Entwarnung gibt es aber nicht und die Lage bleibt sehr angespannt. Man muss zurzeit von Tag zu Tag reagieren, anders geht es nicht, denn so eine Situation gab es noch nie."

Ein weiterer Händler verwies als Erklärung für größere Bewegungen in Einzelwerten auch darauf, dass für zahlreiche herkömmliche Aktienfonds der 30. September der letzte Handelstag in ihrem Geschäftsjahr ist. "Da wird noch schnell geschönt, wo es geht. Was im Jahresvergleich schlecht lief, wird rausgeworfen und was gut lief zugekauft." Nach Meinung eines dritten Börsianers war die Stabilisierung auch auf die Eindeckung von Short-Positionen zurückzuführen.

Nach der Ablehnung des US-Rettungsplans für notleidende Banken im Repräsentantenhaus hatten Börsianer ähnlich großen Kursverlusten wie an den anderen internationalen Börsen erwartet. "Das hätte nicht passieren dürfen", kommentierte Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank am Morgen die Ereignisse in den USA. Der Markt brauche dringend das Vertrauen, dass von Regierungsseite gehandelt werde. "Die Notenbanken alleine können es nicht mehr richten. Die Fed hat ihr Möglichkeiten ausgeschöpft und den Geldhahn bis zum Anschlag aufgedreht".

Aktien aus dem Finanzsektor wurden weiter verkauft. Aktien der Deutschen Bank rutschten um 3,32 Prozent auf 48,97 Euro ab. Commerzbank verloren 2,92 Prozent auf 10,63 Euro, zeitweise waren sie bis auf 9,01 Euro gefallen. Die Sorgen über die Tochter Eurohypo und mögliche Belastungen aus dem Kauf der Dresdner Bank belasteten die Titel weiter, sagten Händler. Aktien der Allianz gaben 2,47 Prozent auf 93,40 Euro ab.

Die Papiere der Hypo Real Estate (HRE) setzten allerdings zur Gegenbewegung an und stiegen an der DAX-Spitze um 25,00 Prozent auf 4,40 Euro. Zum Wochenauftakt waren sie um mehr als 70 Prozent eingebrochen. Der Immobilienfinanzierer sieht seine Zukunft trotz Aussagen des Finanzministeriums über eine geplante Abwicklung des Unternehmens als gesichert an.

Die Bundestagsfraktionen beraten am Dienstag in Sondersitzungen über die 35-Milliarden-Euro-Bürgschaft des Bundes, die dem Immobilienfinanzierer aus München wieder auf die Beine helfen soll. Die Union signalisierte bereits Unterstützung. Auch die Papiere der Aareal Bank stiegen im MDAX um 14,17 Prozent auf 8,30 Euro. Die Titel waren am Vortag wegen des vermeintlich ähnlichem Geschäftsmodell des Immobilienfinanzierers mit den Aktien der Hypo Real Estate abgestraft worden.

Daneben war die Nachrichtenlage dünn: Daimler fielen am DAX-Ende um 5,35 Prozent auf 34,935 Euro. Händler verwiesen insbesondere auf Stopp-Loss-Verkäufe unter der Marke von 35 Euro. Zudem belaste eine Studie von Merrill Lynch die Titel. Autobauer seien durch Leasing- und Finanzierungskredite ebenfalls von der Bankenkrise betroffen, schrieben die Analysten. In der aktuell angespannten Situation auf dem Interbanken-Geldmarkt sei hier mit höheren Zinskosten zu rechnen. Daher stelle sich nun die Frage, ob Autobauer ihre Kreditratings aufrecht erhalten können und ob sich Daimler noch sein Aktienrückkaufprogramm leisten könne.

Die Aktien des Handels- und Touristikkonzerns TUI gewannen im MDAX 2,92 Prozent auf 11,635 Euro. Die Reederei Neptune Orient Lines (NOL) aus Singapur hat nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe) 3,5 Milliarden Euro für die zum Verkauf stehende TUI-Reederei-Tochter Hapag-Lloyd geboten.

Damit habe das Hamburger Konsortium um den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne mit einer Offerte von etwas mehr als 4 Milliarden Euro überraschend die Nase vorne, heißt es in dem Bericht ohne Angaben von Quellen. Händler zeigten sich ein wenig überrascht. "Vier Milliarden war die Markterwartung für Hapag-Lloyd. Dass Hamburg aber NOL ausgestochen haben soll, ist eine kleine Überraschung", so ein Börsianer. Nun sei es Sache des TUI-Managements, über einen Verkauf zu entscheiden. Merck-Finck-Analyst Robert Greil rechnet mit einer endgültigen Entscheidung Mitte Oktober.

dpa-infocom


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