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„Jacques Bistro“ auf der Hargesheimer Kleinkunstbühne

Hargesheim Jacques Bistro alias Detlev Schönauer besitzt die Gabe, Menschen zu einem echten, befreiten Lachen bringen zu können, selbst wenn manche witzig-satirische Bemerkung bereits bekannt und der Hintergrund ernst ist.

Mit seinem neuen Programm „Das schreit doch zum Himmel“ bewegte sich der Kabarettist, Kirchenmusiker und Physiker wieder einmal auf Einladung von Ulrich Lüttger von der Volkshochschule Gräfenbachtal auf der ambitionierten „Hargesheimer Kleinkunstbühne“.

Schon die unerlässliche „Aufwärmphase“ mit dem Publikum („Sinn hier Saarlänner?“) ist ein Knaller, ehe sich langsam und unmerklich das eigentliche Programm einschleicht. Vom Zwiegespräch mit dem anwesenden Gemeindepfarrer geht es über die Kirche, zum orgelunterstützten Gemeindegesang bis hin zu den Zehn Geboten. Das Verbot des Lügens ist eines davon, „doch Politiker dürfen das“, lautet die sarkastische Aussage. Saarländer sind davon natürlich nicht betroffen: „Oh, leck‘!“ erklärt alles und nichts. Seinen Glaubensgrundsätzen treu zu bleiben, ist nicht so leicht. Schwer drückt die Sündenlast. Doch im Gegensatz zu den protestantischen Mitchristen ist die Beichte für die Katholiken eine Art „Reset“ der Seele: Mit ein paar Vaterunsern wird alles wieder auf „null“ gesetzt. (up)

Mehr lesen Sie im Oeffentlichen Anzeiger vom 30. September

Mo, 29. September 2008, 17:47 © Rhein-Zeitung & Rhein-Zeitung
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