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Rheinland-Pfalz-Derby

Rapolder: Wir wollen den Riesen stürzen

Koblenz Bleibt TuS Koblenz auch im 16. Heimspiel in Folge ohne Niederlage? Muss der 1. FC Kaiserslautern erstmals in dieser Zweitliga-Saison den Platz als Verlierer verlassen? Am Sonntag ab 14 Uhr wird auf dem Oberwerth beantwortet, welche dieser Serien möglicherweise zu Ende geht. Im Doppel-Interview geben sich beide Trainer zuversichtlich, dass es ihre Mannschaft nicht trifft.

Die obligatorische Pressekonferenz bei TuS Koblenz lieferte in dieser Woche schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die abschließende Mannschafts-Sitzung vor der Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern. Es ist für die TuS inzwischen zwar schon das fünfte Aufeinandertreffen in Liga zwei mit dem rheinland-pfälzischen Kontrahenten, aufgrund der Vergangenheit beider Vereine wird es indes gerade aus Sicht der TuS wohl immer eine spezielle Begegnung bleiben.

Hier die Koblenzer, die kurioserweise unter dem heutigen FCK-Trainer Milan Sasic aus den Niederungen der Oberliga innerhalb von vier Jahren bis in die Zweite Liga marschiert sind - dort der FCK, der trotz des Niedergangs der vergangenen Jahre nach wie vor ein gefühlter Bundesligist ist. Das ewig junge Duell des David gegen den Goliath gibt dem Spiel den ganz speziellen Reiz, die Rückkehr von Sasic trägt ein Übriges dazu bei. Nicht zu vergessen: Die Lauterer reisen mit einer Serie von fünf Siegen in Folge an.

"Wir sind krasser Außenseiter", hält daher TuS-Trainer Uwe Rapolder unmissverständlich fest - nicht nur, weil die Koblenzer derzeit von Verletzungsnöten gebeutelt sind, die ihresgleichen suchen. Aber für Rapolder ist es längst keine beschlossene Sache, dass der Außenseiter am Ende mit leeren Händen dasteht. "Wir müssen es schaffen, dass die Zuschauer jeden gewonnenen Zweikampf feiern. Wir nehmen es mit dem Riesen des deutschen Fußballs auf und versuchen ihn zu stürzen", so seine Hoffnung. Was beide Trainer vor dem Derby sonst noch sagen, verraten sie im Doppel-Interview mit unserer Zeitung.

Dies ist kein Spiel wie jedes andere, weil...

Uwe Rapolder: ...der 1. FC Kaiserslautern ein absoluter Traditionsklub ist. Als Lautern 1998 Deutscher Meister war, hat die TuS noch in der Oberliga gespielt. Wenn so ein Gigant auf die TuS trifft, ist das immer ein besonderes Spiel, unabhängig von der Nachbarschaft. Milan Sasic: ...na, weil es ein Derby ist. Ein Spiel, das für die Menschen in dieser Region viel bedeutet. Da ist eine Menge Tradition drin, die aus Zeiten rührt, als das Duell noch TuS Neuendorf gegen den 1. FC Kaiserslautern hieß. Am gegnerischen Verein bewundere ich...

Rapolder: ...vor allem die Tradition und die Fan-Kultur. Dazu hat der FCK ein super Stadion und eine beeindruckende Geschichte. Sasic: ... auf jeden Fall die Arbeit meines Kollegen und auch die sportliche Serie, die momentan einmalig ist im deutschen Fußball. 15 Spiele auf eigenem Platz ohne Niederlage ist eine stolze Zahl, die kein anderer Profiverein in Deutschland nachweisen kann. Unsere taktische Grundausrichtung am Sonntag muss...

Rapolder: ...eigentlich wie immer sein - egal, gegen welchen Gegner es geht. Es muss aus einer kompakten Grundhaltung schnell in die Spitze gehen.

Sasic: ... so aussehen, dass wir gegen die beste Heimmannschaft im deutschen Fußball eine Chance bekommen, ein positives Ergebnis zu erzielen. Dazu müssen wir erneut einheitlich auftreten. Nur so können wir unsere Leistungen der vergangenen Wochen auch am Sonntag bestätigen.

Der bisherige Saisonverlauf meiner Mannschaft...

Rapolder: ...ist angesichts unserer widrigen Umstände ordentlich. Zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen, mehr als diese ausgeglichene Bilanz war angesichts unserer Personalprobleme nicht drin.

Sasic: ...war vor Saisonbeginn so sicher nicht zu erwarten. Einen solchen Verlauf kann sich jeder Trainer nur wünschen. Bis jetzt hat sich alles positiv entwickelt.

Der beachtenswerteste Akteur beim Gegner ist für mich...

Rapolder: ...Erik Jendrisek.

Sasic: ...in diesem Fall die Mannschaft, ihre kompakte Spielweise. Auch ihr spielerisches Potenzial hat die TuS nicht zuletzt durch ihre Heimserie nachgewiesen.

Das spielerische Niveau in der 2. Liga ist in dieser Saison...

Rapolder: ...gestiegen. Ich bin der Meinung, dass auch die Aufsteiger wie Rot-Weiss Ahlen oder der FSV Frankfurt spielerisch durchaus Akzente setzen. Auch in der Zweiten Liga hat sich inzwischen eine gewisse spielerische Kultur entwickelt. Die meisten Trainer arbeiten nach einer festen Methodik und modernen Grundsätzen, das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Sasic: ...die Saison ist noch sehr jung, und über Schönheit und Ästhetik im Fußball existieren viele Meinungen. Fest steht aber wohl: Die Zweite Liga ist eine der spannendsten Ligen der Welt.

Wir werden dieses Spiel nicht verlieren, weil...

Rapolder: ...die Zuschauer uns enorm unterstützen werden und unsere Mannschaft nichts zu verlieren hat. Vor allem von der psychologischen Seite kann sich die Mannschaft richtig hochziehen.

Sasic: ...wir so auftreten wie in den bisherigen Saisonspielen. Entschlossen und mit viel Leidenschaft. Die Spieler müssen immer wissen, dass sie ihren Fans verpflichtet sind. Wir haben auch in der Region Koblenz viele Anhänger.

Wenn wir am Ende dieser Saison...

Rapolder: ...auf einem Nichtabstiegsplatz stehen, haben wir unser Ziel erreicht. Wir wollen uns weiter in der Zweiten Liga etablieren und sehen diese Spielzeit nach den sehr, sehr unglücklichen Vorfällen im letzten Jahr als ein Übergangsjahr. Dass wir dieses Jahr nicht aufsteigen, das können wir verkraften. Wichtig ist einfach, dass wir nicht absteigen. Ob wir letztlich Vierter oder 14. werden, ist deshalb gar nicht so enorm wichtig.

Sasic: ...nun, ich denke nicht so weit voraus. Ich konzentriere mich lieber auf die kommende Aufgabe. Und die heißt TuS Koblenz. So weit zu denken lohnt sich im Fußball nicht. (Die Fragen stellten Klaus Reimann und Sven Sabock)

RZO


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