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Afghanistan


Feldpost: Was zum anfassen

Kabul „In weiter Ferne so nah“, lautet jeden Abend das Motto für Hunderte Isaf-Soldaten in den Lagern ganz Afghanistans. Statt Papier und Stift haben die meisten Soldaten mittlerweile einen Laptop im Tornister, wenn sie in den Einsatz gehen.

Per Internet-Telefon oder E-Mail wird die schnelle Verbindung nach Hause gesucht – nach Deutschland, Estland, die USA oder Australien. Viele Unterkünfte der 40 Nationen der Allianz haben bereits W-LAN-Anschlüsse. Für den Notfall gibt es immer noch den öffentlichen Internet-Raum, der kostenlos benutzt werden kann. Also alles nur noch digital? Heimweh gebannt?.

Der Eindruck täuscht. Auch das Internet kann die Distanz nur anscheinend überwinden. Und: „Die klassische Feldpost hat längst nicht ausgedient“, berichten erfahrene Truppenoffiziere. Denn das traditionelle Paket aus der Heimat, ist psychologisch nicht zu unterschätzen. „Wenn man in seiner Einheit einen Kameraden hat, der wirklich nie ein Zeichen von Zuhause bekommt, ist man auch als verantwortungsvoller Vorgesetzter gefragt“, erklärt der Stabsoffizier mit der Erfahrung aus zahlreichen Auslandseinsätzen. Er hakt dann nach und versucht seinen Untergebenen wieder etwas aufzubauen. Denn Internet hin oder her: Die Dinge, die wirklich zu Herzen gehen, kann man nicht als Anhang in einer Mail schicken – die müssen die Soldaten fern der Heimat auch anfassen können. (Peter Lausmann)

RZO