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Afghanische Armee


Ein Offizier und Politiker

Kabul Es gibt sicher ungefährlichere Jobs, als Offizier in der neuen Nationalarmee Afghanistans zu sein. Oberstleutnant Konari hat es trotzdem gewagt.

Unsere Zeitung trifft ihn auf einem Flug in die westliche Region Herat. Konari wird von seinem Dolmetscher begleitet - und zwei britischen Elite-Soldaten, die als Leibwächter für die Sicherheit des Stabsoffiziers garantieren sollen.

Konari ist ein stolzer Mann , trägt seine Uniform mit Würde und geschwellter Brust. Über die Zusammenarbeit mit den Deutschen im Norden seines geschundenen Landes weiß er nur Gutes zu berichten: „Sie helfen uns und die Art, wie sie es tun, weiß ich sehr zu schätzen“, übersetzt sein Begleiter und schickt gleich vorweg, dass er sich nun wie ein Politiker äußern werde. Und der Soldat in ihm? Konari nickt nur lächelnd. Seine Armee mag zwar neu sein, aber ihre Angehörigen sind aus vielen Kriegen kampferprobt – da holen ihn die Nachfragen eines westlichen Reporters nicht gleich aus der Reserve.

Ein letzter Versuch: Was hält er von der Strategie der Isaf-Truppe und speziell der Deutschen, die Menschen über ein freies Radioprogramm zu erreichen? „Es macht sicher viel Sinn, denn Afghanistan hat eine Kultur des Erzählens“, sagt der Soldat. Was in den Sendungen laufe, werde dann im ganzen Dorf weitererzählt. „Es ist ein wichtiger Beitrag, der auch uns die Arbeit ein wenig einfacher macht.“ (Peter Lausmann)

RZO