Immer mehr Zeitungen unterstützen Obama
Washington Immer mehr große US-Zeitungen unterstützen den demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama.
Nach der «Washington Post» und der «Los Angeles Times» gab am Samstag auch die «Chicago Tribune« eine Wahlempfehlung zugunsten des schwarzen Senators ab.
Obama sei «der stärkste Kandidat» , meinte das Blatt. Man habe «volles Vertrauen» in den 47-Jährigen. Die Zeitung betont, es sei das erste Mal, dass sie einen Kandidaten der Demokraten unterstütze. Zugleich zeichnet sich ein immer größerer finanzieller Vorteil für Obama im Wahlkampf ab. Wie die «New York Times» berichtete, kann Obama derzeit mindestens vier Mal so viel für Wahlkampf-Spots ausgeben wie sein republikanischer Rivale John McCain.
Bereits am Freitag bezeichnete die «Los Angeles Times» Obama als «kompetenten, souveränen Führer, der die Hoffnungen der Vereinigten Staaten repräsentiert». Das Blatt sprach sich «ohne Zögern für Obama als Präsident aus.» Die «Washington Post» meinte: «Obama hat das Potenzial, ein großartiger Präsident zu werden». Wegen des enttäuschenden Wahlkampfs McCains sei die Entscheidung leicht gefallen, meinte das Blatt. Obama genieße die «Bewunderung» der Redaktion und habe «beeindruckende Qualitäten». Auch die konservative Londoner Zeitung «The Times» hatte sich öffentlich zu Obama bekannt.
Wie die «New York Times» berichtete , konnte Obama beim Spendensammeln einen neuen Rekord brechen. Er werde in Kürze bekanntgeben, dass er allein im September mehr als 100 Millionen Dollar an Spenden gesammelt habe. Experten meinen immer häufiger, der finanzielle Vorteil gegenüber McCain könne wahlentscheidend sein. «Wir haben natürlich auch schon in der Vergangenheit schwere Kämpfe bei der Fernseh-Werbung erlebt«, zitiert die Zeitung den Experten Kenneth M. Goldstein von der Universität Wisconsin. «Wir haben aber noch nie zuvor einen Präsidentschaftswahlkampf erlebt, in der eine Seite einen derartigen einseitigen Vorteil hatte.»
dpa-infocom



















