Untersuchung gegen IWF-Chef Strauss-Kahn
Washington Der Internationalen Währungsfonds (IWF) hat eine Untersuchung gegen seinen Chef Dominique Strauss-Kahn wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs im Zusammenhang mit einer sexuellen Beziehung zu einer Angestellten eingeleitet.
Wie die Zeitung «Wall Street Journal» berichtete, soll der 59-jährige Franzose eine Affäre mit einer ranghohen Mitarbeiterin der Afrika-Abteilung des IWF gehabt haben. Die Untersuchung, mit der der IWF eine renommierte Anwaltskanzlei beauftragt habe, solle klären, ob der frühere französische Finanzminister der Frau Vergünstigungen zukommen ließ.
Strauss-Kahn, der verheiratet ist , bestritt nach Angaben des Blattes den Vorwurf des Amtsmissbrauchs. «Zu keinem Zeitpunkt habe ich meine Position als Geschäftsführer des Fonds missbraucht», zitiert ihn das «Wall Street Journal». Der «Vorfall, der sich in meinem Privatleben abspielte», habe sich im Januar 2008 ereignet, erklärte der IWF-Chef weiter. Er habe mit den externen Ermittlern zusammengearbeitet und wolle dies auch weiterhin tun. Strauss-Kahn war erst im September 2007 an die Spitze des IWF gewählt worden.
Das Verhältnis solle zu Beginn des Jahres während einer Konferenz in Europa begonnen haben, hieß es unter Berufung aus IWF-Mitarbeiter weiter. Später habe der Ehemann der Frau das Verhältnis entdeckt, kurz darauf endete die Affäre. Im August habe die Frau beim IWF gekündigt.
dpa-infocom



















