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Patrick Dempsey und seine Vorlieben

Berlin - Als Arzt in der US-Serie «Greys Anatomy» hat Hollywoodstar Patrick Dempsey den Durchbruch geschafft.

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«Greys Anatomy»-Schau­spie­ler Patrick Dempsey hat ein Faible für Autos. Ganz oben stehen auf der Ran­gliste des 42-Jährigen deut­sche Fabri­kate.

Im Frühjahr war der 42-Jährige in der Komödie «Verliebt in die Braut» zu sehen. Jetzt bekannte er seine Vorliebe für deutsche Autos.

Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa sprach der US-Amerikaner über seine Kino- und TV-Karriere und seine Abscheu vor bleihaltigen Actionfilmen.

dpa: Sie wurde vor allem mit der Serie «Greys Anatomy» bekannt und spielen auch in Kinofilmen («Enchanted») mit. Welches Medium bevorzugen Sie - Fernsehen oder Kino?

Dempsey: «Die Bereiche sind so unterschiedlich. Die Wirkung des Fernsehens ist natürlich phänomenal, wenn eine Serie läuft, dann ist sie weltweit zu sehen. Der Drehplan ist ziemlich anstrengend, du spielst in 22, 23, 24 Episoden mit, das ist ziemlich hart. Bei Kinofilmen sind die Freiheiten viel größer, in «Verliebt in die Braut» zum Beispiel haben wir viel improvisiert und die Story geändert. Das war wichtig, schließlich musstest du aus dem Vergleich mit ähnlichen Filmen ausbrechen, alles sollte so frisch wie möglich aussehen. Im Fernsehen geht das eher so: Hier ist deine Rolle, spiele sie so, ändere sie nicht. Das erfordert große Disziplin. Aber ich bin dem Fernsehen natürlich dankbar, weil es mir viel ermöglicht hat, und sollte ihm auch erstmal nicht den Rücken kehren.»

dpa: Wie schwer ist es für Sie, in Filmen andere Figuren zu spielen - sieht das Publikum dann nicht immer den Arzt aus «Greys Anatomy» mit dem Spitznamen «McDreamy»?

Dempsey: «Natürlich, ich bin (als Fernsehfigur) einmal in der Woche beim Publikum zu Hause, da fangen die Leute an, dich zu kennen. Ich kann mehr machen (als Fernsehen), und das will ich mir beweisen. Derzeit habe ich fünf, sechs Projekte am Laufen. Du musst McDreamy langsam und ruhig weiterentwickeln, ohne das Fernsehpublikum zu entfremden.»

dpa: Was sind das für Projekte?

Dempsey: «Ich spiele in Komödien mit und will nun auch mal wieder etwas Dramatisches machen. Ich will aber keine Waffe tragen. Ich denke, es gibt einfach zu viel Gewalt in Filmen. Du kannst auch ohne Waffen bedrohlich sein. Es gibt einfach zu viele Filme, in denen Gewalt so drastisch dargestellt wird - das ist einfach lächerlich. Du solltest lieber etwas positive Energie in die Welt bringen. Ist das hier der perfekte Film? Nein. Macht er Spaß? Ja, absolut. Für eineinhalb Stunden bietet er den Leuten eine Art Kino-Flucht. Wir sind doch Entertainer, und daran sollten wir uns halten.»

dpa: Sie wurde von der US-Zeitschrift «People» schon drei mal zu einem der attraktivsten Männer der Welt auserkoren. Wie ist Ihr Verhältnis zur eigenen Attraktivität?

Dempsey: «Makeup ist der Schlüssel dafür (lacht). Wissen Sie, wenn man in den Spiegel sieht, dann weißt du, wer du bist, du magst es oder auch nicht. Film ist ein visuelles Medium. Also ich mag es nicht, mich auf der Leinwand zu sehen. Es ist schwierig, da die richtige Distanz zu bekommen. (...) Und diese Auszeichnungen - meine Frau kennt mich ja ganz gut, sie lacht dann bloß.»

dpa-infocom