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Flugkosten: Sommerurlaub wird teurer

Duisburg/Hamburg Für ihren Sommerurlaub 2009 werden viele Deutsche tiefer in die Tasche greifen müssen als in diesem Jahr.

Wegen der gestiegenen Flugbenzin- und Lebensmittelkosten ist bei den Reiseveranstaltern mit deutlichen Preisaufschlägen zu rechnen.

«Wir erwarten in der Branche Preiserhöhungen von im Schnitt fünf bis sieben Prozent», sagte Alltours-Sprecher Jörg Manthei am Dienstag dem dpa-Themendienst. Auch der Tourismusexperte Prof. Karl Born von der Hochschule Harz in Wernigerode hält Aufschläge in dieser Größenordnung für «realistisch». Der Deutsche Reiseverband (DRV) allerdings hofft noch auf «Preisdisziplin» bei den Anbietern.

Alltours in Duisburg stellt am 9. Oktober die neuen Sommerkataloge vor - als erster der großen Reiseveranstalter. Entsprechend weit ist die Nummer vier auf dem deutschen Markt bereits mit der Kalkulation. Auch die Alltours-Preiserhöhungen dürften sich im Rahmen von fünf bis sieben Prozent bewegen.

Die Hauptursache sind die Rechnungen , die von den Ferienfliegern im Sommer 2009 geschrieben werden: Für Kontingente bei Hamburg international, Tuifly, Condor und Air Berlin muss Alltours dann 10 bis 15 Prozent mehr bezahlen als im abgelaufenen Sommer. «Das haben die Airlines bei uns wegen ihrer gestiegenen Kosten für Kerosin durchsetzen können», sagte Manthei.

Die anderen großen Veranstalter halten Details zu ihrer künftigen Preisgestaltung noch unter Verschluss. «Wir sind mitten in der Katalogproduktion», hieß zum Beispiel bei TUI, Thomas Cook Deutschland und der Rewe-Pauschaltouristik (ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg).

Dass es bei der Kalkulation derzeit darum geht, wie die Folgen der gestiegenen Flugbenzin- und Lebensmittelpreise für den Pauschalurlauber abgemildert werden können, ist aber kein Geheimnis. «Das wird ein differenziertes Bild ergeben, und die Preise hängen ja immer auch stark vom Buchungszeitpunkt und den einzelnen Zielgebieten ab», sagte Mathias Brandes von Thomas Cook Deutschland im hessischen Oberursel. Zu erwarten sei zum Beispiel, dass die Marke Neckermann wieder «mit umfangreichen Frühbucherangeboten auf den Markt kommt».

Ziel der Branche ist es also, die höheren Kerosinkosten nicht voll auf die Katalogpreise durchschlagen zu lassen. «Es gibt schon jetzt eine hohe Kostenbelastung für die Verbraucher», sagte DRV-Sprecherin Sibylle Zeuch in Berlin. Der Reiseverband gehe daher davon aus, «dass es eine hohe Preisdisziplin bei den Veranstaltern geben wird.»

Dass die Veranstalter die höheren Preise nicht «mit der Gießkanne» über die Kataloge verteilen werden, erwartet auch Prof. Born. Er rechnet damit, dass zum Beispiel bei Nebensaisonterminen weniger aufgeschlagen wird als zum Start der Sommerferien. An solchen besonders stark gefragten Terminen könne das Preisplus auch jenseits von fünf bis sieben Prozent liegen, schätzt Born. Dass die Deutschen deswegen insgesamt weniger Reisen bei Veranstaltern buchen, sei als Konsequenz aber eher nicht abzusehen: «Die Leute werden eher kürzer verreisen oder dann am Urlaubsort selbst sparen.» Und wer es kann, werde noch stärker als bisher auf die Nebensaisonzeiten ausweichen.

Wie die Preise der Veranstalter im Einzelnen aussehen, wird spätestens Mitte November klar sein. Dann haben mit TUI, Neckermann, der Rewe-Touristik, FTI und Öger Tours auch alle anderen großen Veranstalter die Kataloge präsentiert - und viele «Sparfüchse» werden dann wieder intensiv die verschiedenen Preisteile dazu vergleichen.

dpa-infocom