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RZ vom 15.03.08: Untreue im Kloster - Geschäftsführer Hebgen zeigte sich selbst an

Rheinland-Pfalz/Eltville Für die angesehene Stiftung Kloster Eberbach galt der frühere CDU-Fraktionsmanager Markus Hebgen als der richtige Mann, um die Geschäfte zu führen: Jetzt hat er aber gestanden, 31 000 Euro für sich abgezweigt zu haben.

Im historischen Kloster Eberbach im Rheingau hat der Geschäftsführer Markus Hebgen (42) seinen Posten geräumt. Kurz zuvor war er bei einer Tourismusbörse vermisst worden, als sich das Kloster mit seinem einzigartigen Ambiente als idealer Gastgeber für Tagungen präsentierte. Aber wer wäre auf die Idee gekommen, dass Hebgen wegen Untreue seinen Traumjob verloren haben könnte? Doch diesen Verdacht bestätigen die Spitzen der Stiftung wie die Wiesbadener Staatsanwaltschaft. Hebgen, der jahrelang als Vertrauter des ehemaligen CDU-Landeschefs Christoph Böhr die Fraktionsgeschäfte im Mainzer Landtag gemanagt hat, soll 31 000 Euro veruntreut haben.

Sofortige Kündigung

Nach einer Erklärung von Kuratorium und Vorstand der Stiftung ist ein Wirtschaftsprüfer beim Jahresabschluss 2007 auf "Unregelmäßigkeiten" gestoßen. Im Gespräch mit dem Kuratoriumsvorsitzenden, dem hessischen Umweltminister Wilhelm Dietzel (CDU), und der Vorstandsvorsitzenden Anna Runzheimer, hat Hebgen offenbar den Griff in die Kasse gestanden. Seine Kündigung hat das Kuratorium in einer Sondersitzung sofort angenommen. Nächste Stufe: Hebgen zeigte sich bei der Wiesbadener Staatsanwaltschaft an, wie der Sprecher der Anklagebehörde, Hartmut Ferse, bestätigt. Danach hat sich der aus dem Westerwald stammende und früher auch bei der Kreisverwaltung in Montabaur tätige Verwaltungswirt vier Barschecks ausstellen lassen und privat verbraucht. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen Untreue eingeleitet. Auch das Kuratorium stellt "weitere vertiefende Prüfungen" an.

Von Mainz zum Rheingau

Der politisch gut vernetzte Hebgen hatte nach herben Verlusten der CDU bei der Landtagswahl und dem Rücktritt von Böhr aus allen Ämtern die Landtagsfraktion verlassen, um im Juni 2006 in Eltville die Geschäftsführung zu übernehmen und auch im Kloster zu wohnen. Wie es heißt, hat Hebgen die Sanierung vorangetrieben und neue Aktivitäten in und um das Kloster gefördert. Bei der Afrikakonferenz des Bundespräsidenten konnte er auch Horst Köhler durch das 1136 gegründete Zisterzienser-Kloster führen. Köhler meinte damals, dass der in Eberbach verfilmte Roman "Der Name der Rose" von Umberto Eco, eindrucksvoll erzähle, wie "geistige Enge ins Unglück führen kann". Manchmal können es auch banale Schecks sein. Ursula Samary

RZO



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