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Heimstarke Freiburger bleiben dran

Freiburg Dank seiner Heimstärke lässt Fußball-Zweitligist SC Freiburg die Aufstiegshoffnungen im Breisgau weiter reifen.

«Mit diesem Sieg sind wir wieder da, wo wir hingehören. Das war auch ein Zeichen, gerade nachdem wir zuletzt zweimal in Folge verloren hatten», sagte Suat Türker, der bei dem 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den FC St. Pauli die Führung erzielt hatte. Mit dem fünften Sieg im sechsten Heimspiel schob sich die Mannschaft von Trainer Robin Dutt mit 22 Punkten wieder auf Rang drei vor, der zur Relegation gegen den Drittletzten der 1. Liga berechtigen würde. Besser liegen nur Spitzenreiter FSV Mainz 05 (24) und der 1. FC Kaiserslautern (23). «Es war ein kleiner, aber ein ganz, ganz wichtiger Schritt für uns. Es war die richtige Antwort», meinte auch Kevin Schlitte, der den zweiten Treffer beigesteuert hatte.

Dutt hob mit Blick auf die jüngsten Rückschläge besonders den Charakter seiner Spieler hervor. «Die Mannschaft hat nach dem 0:4 in Ingolstadt zu Recht viel Kritik einstecken müssen. Deshalb hat sie das Lob jetzt auch allein verdient.» Obwohl mit Jonathan Jäger ein wichtiger Offensivspieler fehlte, habe sein Team gegen das punktgleich angereiste Überraschungsteam aus dem Norden gleich das Heft in die Hand genommen. «Die Körpersprache hat von Anfang an gestimmt, wir haben die ersten 30 Minuten Druck gemacht. Nur waren wir da nicht effektiv genug.»

In der Tat suchten die Gastgeber gegen den Kultclub von der Reeperbahn vor 15 900 Zuschauern im Badenova-Stadion permanent den Weg nach vorn. Gut eine Stunde hielten die Gäste erfolgreich dagegen, dann wurde das Freiburger Engagement belohnt. Erst erzielte Türker (62.) seinen ersten Liga-Treffer im SC-Trikot und bereitete dann per Freistoß Schlittes 2:0 (65.) vor. Ausschlaggebend war aber einmal mehr eine konzentrierte Abwehrleistung. Zum fünften Mal in dieser Saison spielte der SC zu Null, im heimischen Stadion gab es in sechs Partien erst zwei Gästetore. Dutt blieb dennoch zurückhaltend: «Wir haben zwar gut gespielt, können davon für die nächsten Spiele aber nichts ableiten. Es gibt in der 2. Liga kein oben und unten. Alle Mannschaften sind verdammt stark und man muss jede Woche aufpassen.»

Nach zuvor drei Siegen und ersten Aufstiegsträumen im Umfeld herrschte beim Gegner Ernüchterung. St. Paulis Teamchef ging mit seiner überraschend harmlosen Elf hart ins Gericht. «Es war eine hochverdiente Niederlage. Wir waren schlecht, richtig schlecht. Die Tore sind zwar durch Standards gefallen ­ das war aber zwangsläufig. «Wir waren nicht mutig. Wir haben überhaupt nichts gebacken bekommen, waren in allen Belangen unterlegen», sagte Holger Stanislawski. Von Uwe Rogowski, dpa

dpa-infocom


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