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Mainz 05

Das B-B-Projekt klappt noch nicht

Mainz Die Statistiken der vergangenen Begegnungen belegen: Der Versuch, mit Felix Borja und Aristide Bancé zwei vom Typ her ähnliche Stürmer ins Angriffszentrum zu schicken, hat nicht funktioniert.

Tritt Zweitliga-Tabellenführer FSV Mainz 05 nun am Sonntag bei TuS Koblenz mit einer anderen Offensivvariante an?.

Um ein endgültiges Urteil zu fällen , reichen die Arbeitsnachweise noch nicht aus. Dennoch gibt es beim aktuellen Zweitliga-Tabellenführer FSV Mainz 05 nicht viele Argumente, die dem Zusammenspiel von Felix Borja und Aristide Bancé große Zukunftschancen einräumten. Die zwei Mittelstürmer, die sich vom Typ her, in ihrer Spielweise und ihren Angreifer-Gewohnheiten ziemlich ähneln, haben als Duo in den zurückliegenden Auftritten wenig überzeugen können. Die Statistik der vergangenen Zweitligaspiele belegt: Die Sache funktioniert nicht. Noch nicht?

Nach der Verletzung des bis dahin so starken Chadli Amri, riss Jörn Andersen den erfolgreichen 05-Angriff mit Srdjan Baljak und Bancé auseinander, schickte Baljak ins linke, offensive Mittelfeld und probierte erstmals vorne die Borja-Bancé-Variante. Das 5:0 im Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden schien die These des 05-Trainers zu bekräftigen, die beiden Torjäger könnten miteinander. Danach folgten fünf Begegnungen, in denen Mainz 05 zwar die Spitzenposition der Liga eroberte und behauptete, jedoch gerade mal drei Treffer erzielte. 0:2 in Aachen, 0:0 gegen den MSV Duisburg, 1:0 in Freiburg, 2:0 in Ahlen und jetzt das 0:3 gegen den FC Ingolstadt.

Interessant dabei: In Freiburg erzielte Bancé den einzigen Treffer zum Sieg, Borja spielte nicht. In Ahlen köpfte der Ecuadorianer das 1:0, als der Ex-Offenbacher aus dem Spiel war. Gegen Ingolstadt ging gar nichts. Natürlich fehlten dem Stürmerpaar die Unterstützung aus dem Mittelfeld und von den Flügeln, vernünftige Anspiele. Die linke Seite liegt, was die Offensivumschaltung angeht, etwas brach seit der Verletzung von Peter Van der Heyden.

Gegen die Wehener hatte Andersens Konstrukt perfekt funktioniert, weil der Nachbar aus Wiesbaden äußerst passiv am Bruchweg agierte, tief verteidigte, die 05er viele zweite Bälle gewannen und dadurch die Wege in die maßgeblichen Räume relativ kurz gerieten. Sowohl die Ahlener, umso mehr der Neuling aus Bayern wehrten sich vehement, befreiten sich fußballerisch aus den schwierigen Situationen, boten kaum Angriffspunkte. Den Mainzern gelang es nicht, die Räume vor dem gegnerischen Strafraum defensiv zu schließen. Der Weg zum gegnerischen Tor wurde immer länger. Das Neuanlaufen kostete Kraft und Konzentration - vor allem ging die Überzeugung flöten.

Diese Lage erzeugte Stress , der in lange Schläge auf das Stürmer-Duo mündete. Und die gegnerischen Innenverteidiger haben sich inzwischen gut auf Bancé und Borja eingestellt, stellen die Mainzer schon vor der Ballannahme und nehmen ihnen die Wirkung. Auffallend: Der Bewegungsablauf des B-und-B-Angriffs. Der Torjäger der vergangen Saison und der Mann aus Burkina Faso schlagen meist dieselbe Richtung ein. Beide gehen lang, beide gehen kurz. "Natürlich müssen sie unterschiedliche Laufwege haben", sagt Andersen.

Doch keiner dieser Zentrumsstürmer will groß nach Außen, will kreuzen, um Löcher zu reißen. Ihr Weg führt oft gemeinsam mittig vors Tor. Dadurch entsteht bisweilen der Eindruck, sie stünden sich auf den Füßen. Der 05-Trainer kennt das aus eigener Erfahrung. In seiner Zeit als Bundesliga-Torjäger bei Eintracht Frankfurt erlebte der Norweger eine ähnliche Situation mit Anthony Yeboah. Auch dieses Duo suchte oft dieselben Laufwege, ohne sich von einander abzusetzen. Es brauchte Zeit, um die Gewohnheiten einzuschleifen für ein erfolgreiches Mannschaftsspiel.

Deshalb glaubt der 05-Coach, dass die Probleme leicht abzustellen seien. Andersen betrachtet das Projekt des doppelten Mittelstürmers längst nicht als gescheitert. Er müsse die Denkweise aus den Köpfen der Torjäger herausbringen. Eine Geschichte, die einiger (weniger) Trainingseinheiten bedürfe.

Gut möglich, dass der 05-Coach am Sonntag (14 Uhr) auf dem Koblenzer Oberwerth jedoch zur Auswärtsvariante mit einem der beiden Mittelstürmer und einem mehr nach vorne ausgerichteten Baljak zurückkehrt, um wieder effektiver und torgefährlicher zu werden, um die 05-Profis besser in die Räume bringen zu können. Voraussetzung dafür: Das ganze Mannschaftsspiel von hinten nach vorne benötigt eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Auftritt gegen die Ingolstädter. Vielleicht steht Andersen ja Van der Heyden wieder zur Verfügung. Ein Einsatz des Belgiers würde die Optionen erhöhen. (Jörg Schneider)

RZO


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