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TuS Koblenz

Andersen macht TuS Mut

Koblenz Fußball-Zweitligist TuS Koblenz bleibt nichts anderes übrig, als das 0:3 gegen den FSV Mainz schleunigst abzuhaken und den Blick nach vorne zu richten.

In den ausstehenden vier Partien vor der Winterpause geht es darum, auf Schlagdistanz zur Konkurrenz im Tabellenkeller zu bleiben.

Jörn Andersen gilt ohnehin als fairer Sportsmann, aber mit einem 3:0 im Rücken fällt es dann doch ein bisschen leichter, wohlwollende Worte über den Gegner zu verlieren. "Kopf hoch", sagte also der Trainer des FSV Mainz 05 in Richtung seines Nebenmannes Uwe Rapolder nach dem Erfolg auf dem Koblenzer Oberwerth, "die TuS hat gut gespielt und muss jetzt eben sehen, dass sie in Freiburg gewinnt".

Allgemeines Schmunzeln im Saal, schließlich war die Motivationshilfe des Norwegers angesichts der Tabellenkonstellation nicht ganz uneigennützig. Und doch nahm der Koblenzer Coach den Steilpass gleich dankend an und lobte den Tabellenführer der Zweiten Liga "als einen Verein, in dem seit 15 Jahren gute Arbeit geleistet wird und von dem wir uns einiges abkupfern können".

Es war das harmonische Ende des Rheinland-Pfalz- Duells, das auf dem Rasen nur phasenweise auf Augenhöhe ausgetragen worden war. Hier die sich mühende TuS, die wohl nur mit einer außergewöhnlichen Leistung den Spitzenreiter in Not gebracht hätte. Dort die eiskalten 05er, die nach dem Führungs-Treffer in der ersten Halbzeit einigermaßen souverän agierten und keine Zweifel aufkommen ließen, dass sie den Platz als Sieger verlassen würden.

Ein Umstand, den Rapolder neidlos anerkannte. Was weniger mit Höflichkeit als vielmehr mit der nüchternen Realität zusammenhängt. Die von Verletzungen geplagte TuS sehnt im Herbst 2008 die Winterpause herbei, um anschließend mit komplettem Personal den Niederungen der Tabelle zu entfliehen. Wobei der Coach guter Dinge ist, dass sich seine Mannschaft von den zwölf Zählern, die bis dahin im Topf liegen, noch ein paar schnappen wird. "Wir sind besser als Platz 17", ist Rapolder sicher, dass der Aufwand, den die Mannschaft betreibt, auch wieder zu Zählbarem führen wird: "Ich habe schon oft genug eine Negativserie erlebt, da muss man einfach durch."

Vielleicht ist es auf dem steinigen Weg ja sogar hilfreich, dass vor der nächsten Partie beim SC Freiburg so gut wie nichts für die TuS spricht. In den bisherigen sechs Auswärtsspielen gab"s bislang nur einen Punkt, wieso sollten da gerade bei den heimstarken Breisgauern welche hinzukommen? Die Antwort auf diese Frage gibt"s am Sonntag. Bis dahin ist Rapolder neben der Arbeit auf dem Platz vor allem als Psychologe gefragt. Den Abstiegskampf als Herausforderung, und nicht als Belastung zu verstehen ist die aktuelle Aufgabe der TuS. Die lobenden Worte von Andersen wird man im Koblenzer Lager vernommen haben - das Ganze in Tore umzuwandeln, ist der nächste Schritt. (Sven Sabock)

RZO


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