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Musik

Noa pendelt zwischen den Welten

Hamburg Es ist schon eine Weile her, dass Noa hierzulande von sich hat hören lassen. Doch jetzt kommt sie wieder.

Die grazile Sängerin, die in Israel als größter weiblicher Popstar und musikalischer Friedensengel gilt, ist seit dieser Woche auf Europatournee. In Deutschland will sie in der ersten Adventswoche fünf Konzerte geben. Ihr neues Album heißt «Genes & Jeans».

Der Titel mutet zunächst etwas befremdlich an. Die englischen Worte «Genes» und «Jeans» klingen zwar ähnlich, doch was haben molekulare Erbanlagen und Denimhosen miteinander zu tun? Bei Achinoam Nini, wie Noa bürgerlich heißt, eine ganze Menge: Für sie schließt sich nicht aus, einerseits jemenitischer Abstammung zu sein, andererseits eine vom westlichen Lebensstil geprägte, moderne Frau zu verkörpern. Das bringt sie nicht nur optisch zum Ausdruck, indem sie sich im CD- Booklet in einer zerschlissenen Jeans zeigt, zu der sie eine üppig- orientalische Halskette trägt, sondern auch musikalisch.

«Ich habe über alte hebräische und jemenitische Liedtexte nachgedacht, die voll sind von Liebe und Sehnsucht, unerfüllten Träumen, Schmerz, Staub und Wind. Ich habe neue englische Texte und Songs geschrieben und damit die alten Lieder wie mit einem langen Wintermantel umhüllt», beschreibt Noa ihr Vorgehen. Geboren in Tel Aviv, aufgewachsen in der New Yorker Bronx und mit 17 Jahren ohne Familie nach Israel zurückgekehrt, hat die Mutter zweier kleiner Töchter ihr neuestes Werk ihrem vor zwei Jahren gestorbenen Großvater gewidmet.

Bei der Produktion hat auch diesmal Noas Entdecker und Bühnenpartner Gil Dor maßgeblich mitgeholfen. Seit annähernd 20 Jahren haben sie sich gemeinsam interkulturellem Musikschaffen verschrieben, ohne dabei irgendwelchem Etho-Kitsch verfallen zu sein. Auch außerhalb Israels sind die beiden damit aufgefallen und längst kein Geheimtipp mehr. Einen kommerziell durchschlagenden Hit haben sie trotz Zusammenarbeit mit internationalen Größen wie Sting, Pat Metheny, Stevie Wonder oder Sheryl Crow jedoch noch nicht landen können.

Noa geht - begleitet von Gil Dor - ihren künstlerischen Weg unbeirrt weiter. Zugeständnisse an den Mainstream um des Erfolges willen macht die 39-Jährige nicht. Mit «Genes & Jeans» ist es ihr gelungen, eine Brücke zwischen Orient und Okzident zu schlagen. Wer Partystimmung sucht, liegt bei ihr falsch. Wer bereit ist zuzuhören, wird dem Zauber ihrer sanften Songs und exotischen Schönheit jedoch mit Sicherheit verfallen.

Tourdaten: 30.11. München, 1.12. Stuttgart, 3.12. Darmstadt, 4.12. Hamburg 6.12. Berlin

www.noasmusic.com

dpa-infocom