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Elbtal und Eselsgang - Gute Aussichten in Dresden

Dresden Auch für den schönsten Blick über Dresden, die Aussicht von der 67 Meter hohen Kuppel der Frauenkirche, gilt der Satz: Es wird einem nichts geschenkt.

Gemeint ist nicht der stolze Eintrittspreis von acht Euro, sondern der Aufstieg in die Höhe.

Die erste Etappe ist noch bequem. Ein Aufzug hebt das Publikum mit sanftem Schwung nach oben. Doch leider nur bis auf 24 Meter. Der Rest muss über drei Treppen bewältigt werden und über einen steilen Wendelgang, der zweieinhalb Mal im Kreis um die Kuppel herumführt. Nicht grundlos heißt er «Eselsgang». Aber oben, auf der Plattform, herrscht dann Zufriedenheit. Die Mühe des Aufstiegs hat sich gelohnt. Die Elbe glitzert in der Sonne, ihrem Lauf kann man fast bis zum großen Biergarten am Waldschlösschen folgen, wo die umstrittene Brücke gebaut wird. Sie wird das Dresdner Elbtal im kommenden Jahr möglicherweise den Status als Weltkulturerbe kosten.

Auch Zwinger und Semperoper, die Brühlsche Terrasse mit den Dampfschiffen der «Weißen Flotte» und die Kuppel der Kunstakademie liegen direkt vor einem. Falls es noch Zweifel gab: Doch, Dresden ist schön. Und es soll noch schöner werden, denn das lockt Touristen, und darin liegt die Zukunft. Überall stehen Kräne, der Neumarkt zu Füßen der Frauenkirche ist eine große Baustelle. Fast ein Dutzend weitere Hotels sind in Planung oder im Bau, darunter zwei Fünf-Sterne-Häuser.

Auf Platz sechs unter den beliebtesten deutschen Städtezielen hat es die Elbmetropole schon geschafft. Trotzdem fragt man sich angesichts all der barocken Pracht: nur Platz sechs? Es fehlt vor allem immer noch an direkten Verkehrsanbindungen. Aus vielen Ecken Deutschlands ist die Anreise ziemlich zeitaufwendig. «Immerhin haben wir einen internationalen Flughafen», klärt auf der Aussichtsplattform eine Dresdnerin ihre Besucher auf. «Man kann nach Mallorca und nach Griechenland fliegen und...» - kleine Pause - «...nach Köln/Bonn.» Da muss die gute Frau selbst lachen.

«Dabei liegen wir mitten im Herzen Europas», sagt dazu später Heinz Diedrichsen, Vorsitzender des Tourismusvereins der Stadt. Seiner Meinung nach ist das Potenzial längst nicht ausgeschöpft, besonders die Bahnverbindungen auf den Hauptstrecken müssten verbessert werden: «zu den Metropolen im Westen Deutschlands, ins Ruhrgebiet, aber auch nach Polen und Tschechien.»

Zu sehen gibt es schließlich mehr als genug - und zu erleben auch. Wie lebendig Dresden ist, spürt man nirgendwo so gut wie in der Äußeren Neustadt am anderen Elbufer, 20 Minuten zu Fuß vom Zwinger entfernt. Die «Szene» ist wohl kaum mehr da, wenn bereits Schilder für Touristen darauf hinweisen. Doch so oder so hat sich das Gründerzeitviertel hinter dem Albertplatz einen unbeugsamen Charme erhalten wie eine Mischung aus Hamburgs St. Pauli und dem früheren Prenzlauer Berg in Berlin.

Links und rechts der Alaunstraße lässt man es sich gutgehen, pflegt fast mediterrane Lebenslust in Cafés, Biergärten und Kneipen. Es gibt kleine Läden, Second-Hand-Shops und Traditionsgeschäfte wie den Milchladen «Pfunds Molkerei» an der Bautzner Straße. Vielleicht hat der Witzbold gar nicht unrecht, dessen T-Shirt bedruckt ist mit dem selbstbewussten Satz: «Das wahre Weltkulturerbe: Dresden-Neuststadt».

Informationen: Tourist-Information, Prager Straße 2, 01069 Dresden, Telefon: 0351/49 19 21 00

Internetportal der Stadt Dresden: www.dresden.de

Frauenkirche zu Dresden: www. frauenkirche.de Dresden hat im Herbst ein volles Programm Nach der Wiedereröffnung der Frauenkirche und des Grünen Gewölbes, der üppigen Schatzkammer von August dem Starken, wird in Dresden derzeit viel in ein Unterhaltungsprogramm für jeden Geschmack investiert. Für den Herbst sind Konzerte mit Werken von Bach, Mozart und Schubert in der Frauenkirche, eine große Kunst-Ausstellung im Rahmen des China-Jahres im Residenzschloss («Goldner Drache,- Weißer Adler» vom 11. Oktober bis 11. Januar 2009) und die vorübergehende Umwidmung der Innenstadt zur Partyzone («Unity Dresden Night» am 8. November) vorgesehen. Schließlich steht die Schacholympiade (vom 12. bis 25. November) auf dem Programm. Am 27. November beginnt dann die Weihnachtssaison mit dem 574. Dresdner Striezelmarkt und der traditionellen Eislaufbahn im Innenhof des Hotels «Taschenbergpalais». Von Frank Rumpf, dpa

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