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Auf der Via Romana zu Museen am Niederrhein

Xanten Es war am 16. Februar 1858 die Sensation schlechthin im kleinen Dorf Lüttingen bei Xanten: Im Netz der Rheinfischer hatte sich die Bronzestatue eines jungen Mannes aus der Römerzeit verfangen.

Bald darauf wurde sie nach Berlin gebracht, wo sie zuletzt im Pergamonmuseum zu sehen war. 150 Jahre danach ist der «Lüttinger Knabe» nun als Leihgabe an den Niederrhein zurückgekehrt.

«Als qualitätvollste erhaltene römische Bronzefigur nördlich der Alpen ist er das Prachtstück unter den 2500 Ausstellungsstücken im neuen RömerMuseum», sagt Martin Müller, Leiter des Archäologischen Parks Xanten (APX). Das im August 2008 eröffnete Ausstellungshaus im APX ist eines von drei herausragenden Museen der Region. Die beiden anderen sind die Joseph-Beuys-Sammlung auf Schloss Moyland sowie das Museum Kurhaus in Kleve mit Werken des Beuys-Lehrers Ewald Mataré. Zwischen römischen Scherben und Robert Indianas riesigem Werk «German Love» liegt am Niederrhein nur eine gute halbe Autostunde oder - als viel bessere Alternative - die Radtour auf der Via Romana.

Der Römer-Radweg führt von Xanten über Kalkar bis ins niederländische Nijmegen. Wer schnell gegen den Wind anradelt, schafft die Route in zwei Tagen. Doch die Besucher der Museen lassen es langsamer angehen und schauen sich vor den ersten Tritten in die Pedalen im neuen RömerMuseum und dem Archäologischen Park Xanten um. Der moderne Bau wurde auf den Mauern der Eingangshalle der römischen Thermen errichtet. In der «Colonia Ulpia Traiana» lebten etwa von Christi Geburt bis in das frühe fünfte Jahrhundert zeitweise 10 000 Menschen. Ein halber Tag ist für den Rundgang durch das Museum und den Archäologischen Park mit den Rekonstruktionen des römischen Hafentempels und der Stadttore einzuplanen.

Schloss Moyland in Bedburg-Hau beeindruckt schon durch die dicken Rundtürme mit ihren Zinnen. Doch die Schlossanlage ist für die meisten Besucher gar nicht das eigentliche Ziel: Dicht an dicht wird im Innern die Werke des Aktionskünstlers, Bildhauers und Zeichners Joseph Beuys aus der Sammlung der Gebrüder van der Grinten gezeigt. «Moyländer Hängung» nennen Fachleute die Art der Präsentation, bei die Werke dicht an dicht platziert werden und so ein Gesamtbild abgeben.

Kulturtouristen radeln nur ein Ausstellungshaus weiter und finden im Museum Kurhaus Kleve die Werke von Ewald Mataré, bei dem Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie studierte. Mehr als 800 Plastiken, Zeichnungen, Grafiken und Gemälde zählen zu der Sammlung. Darüber hinaus zeigt das Museum Werke der Gegenwartskunst wie den Wandteppich «German Love» des amerikanischen Pop-Art-Künstlers Robert Indiana.

Mehrfach hat der Niederrhein im Lauf der Jahrtausende seinen Lauf verändert. Zurück blieben Tümpel, Seen und Gewässer wie vor den Toren Kleves der Griethauser Altrhein, auf dessen Deichen die Urlauber in die ehemalige mittelalterliche Festung Schenkenschanz radeln. Nur 108 Menschen leben in dem Dörfchen, das am besten von Düffelward mit einer kleinen Autofähre erreicht werden kann. Bei Rheinhochwasser wird Schenkenschanz von der Außenwelt abgeschnitten und dann zur einzigen «Hallig» Nordrhein-Westfalens.

Informationen: Niederrhein Tourismus, Willy-Brandt-Ring 13, 41747 Viersen, Telefon: 02162/81 79 03, E-Mail: info@niederrhein-tourismus.de; Tourist Information Xanten, Kurfürstenstraße 9, 46509 Xanten, Telefon: 02801/983 00, E-Mail: info@xanten.de

Tourismusinformationen zum Niederrhein: www.niederrhein-tourismus.de

Informationen zu Xanten: www.xanten.de

Informationen zum Archäologischen Park Xanten: www.apx.lvr.de

Informationen zum Museum Schloss Moyland: www.moyland.de

Informationen zum Museum Kurhaus in Kleve: www.museumkurhaus.de Von Bernd F. Meier, dpa

dpa-infocom