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Dallas und Fort Worth in Texas: Wo der Westen beginnt

Dallas Wer an Texas denkt, dem kommen Stereotype wie Cowboys und Steaks in den Sinn.

Zwar ist der «Lone Star State» längst viel mehr: ein Land mit modernen Städten, viel Kunst und Kultur.

Dennoch werden in Texas auch die Legenden vom Wilden Westen gepflegt, der gleich hinter Dallas und Fort Worth beginnt. «Ihr müsst das Gewehr nur ganz ruhig halten und beim Abdrücken nicht verreißen», rät Jason MacAllister, der mit Jeans, Lederstiefeln und breitkrempigem Hut das perfekte Bild eines Cowboys abgibt. Geschossen wird auf Tontauben - eine von vielen Aktivitäten, denen die Besucher der rund 90 Autominuten von Fort Worth entfernten Ranch nachgehen können. Vom Kanufahren bis zum Fischen gibt es Abenteuer in Texas-Manier. Wer will, kann unter Anleitung der Cowboys auch das Reiten lernen und sein Können bei Ausritten in die Prärie beweisen.

Abends am Lagerfeuer erzählt MacAllister von Filmen wie «Der schwarze Falke» oder «The Sons of Katie Elder» mit John Wayne, deren Handlungen hier in der Gegend spielten. Später greift einer der Cowboys zur Gitarre und singt das Lied vom Chisholm Trail, über den von 1867 bis 1872 drei Millionen Rinder gen Norden getrieben wurden. Ein monumentales Wandgemälde in Fort Worth erinnert an diese Zeit. Fort Worth trägt bis heute den Beinamen «Cow Town», also «Kuh-Stadt» - was in Texas durchaus nicht abschätzig gemeint ist.

Sichtbar wird die Vergangenheit vor allem im Stockyard District. «Früher war hier eine der größten Viehbörsen des Alten Westens», sagt Leigh Lyons vom Tourismusbüro. «Bullen, Rinder und Kälber wurden wie am Fließband versteigert.» Heute ist das restaurierte Viertel ein Anziehungspunkt für Touristen. Sie stöbern in Läden, die das richtige Outfit für den Wilden Westen bereithalten: Kunstvoll aus farbigem Leder gefertigte Stiefel sind ebenso zu haben wie die legendären Stetson-Hüte. Kameras klicken, wenn zweimal täglich echte Cowboys die mächtigen Langhornrinder durch die East Exchange Avenue treiben.

Im Cowtown Coliseum finden am Wochenende Rodeos statt. Begeistert feuern die Zuschauer die Cowboys im Pferde- und Bullenreiten sowie im Lassowerfen an. Gute Stimmung herrscht auch im «Billy Bob's», dem weltgrößten «Honky-Tonk-Club»: Auf einer Tanzfläche, so groß wie ein Fußballfeld tummeln sich samstags bis zu 6000 Besucher, um den Two-Step zu tanzen und ihren Durst an den 40 Theken zu stillen.

In der Innenstadt von Fort Worth wurden rund um den Sundance Square viele Gebäude aus der Zeit um 1900 renoviert und in Boutiquen und Galerien verwandelt. Auch Nachtclubs, Kinos und Theater haben sich angesiedelt und den Platz zur abendlichen Partyzone gemacht.

Der Fort-Worth-Dallas-Metroplex gehört zu den am schnellsten wachsenden Regionen Nordamerikas und ist Standort vieler Hochtechnologie-Konzerne. Während sich Fort Worth den Charme einer Cowboy-Metropole bewahrt hat, setzt «Big D», wie Dallas auch genannt wird, ganz auf die Moderne. Bei den Einheimischen angesagt ist zum Beispiel der Victory Park. Auf einer Brachfläche in der Nähe des Zentrums entstanden Wohnungen, Designhotels, trendige Bars und Restaurants. Gleich nebenan liegt die neue gigantische Arena, Spielstätte der Dallas Mavericks, für die seit zehn Jahren auch der bekannteste deutsche Basketballer Dirk Nowitzki spielt.

Tourismus Texas: www.traveltex.com

Dallas und Fort Worth: www.visitdallas-fortworth.com Von Detlef Berg, dpa

dpa-infocom