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Weihnachten hat Marzipan Hochkonjunktur

Lübeck Marzipan ist in Lübeck das ganze Jahr hindurch zu haben - besonders beliebt ist es aber in der Vorweihnachtszeit.

Die süße Spezialität ist dann nicht nur in Herz-, Bananen- oder Schweinchenform zu haben, sondern in Dutzenden Varianten.

Es gibt sie etwa als Tannenzapfen , Zimtstern oder Weihnachtsmann. Klassisch ist nach wie vor das Marzipanbrot. Hergestellt wird Marzipan zwar auch anderswo, aber nur wenn es aus der Hansestadt kommt, darf es «Lübecker Marzipan» heißen. «Das ist eine geschützte geografische Herkunftsbezeichnung nach EU-Recht», sagt Willi Meier vom Verein Lübecker Marzipan.

In Lübeck hat die Herstellung eine lange Tradition. «Erfunden wurde es im frühen Mittelalter in Persien», erklärt Meier. «Die Kreuzritter haben das Konfekt des Kalifen dann aus Jerusalem mit nach Venedig gebracht.» Kaufleute importierten es in nach Norddeutschland, «1535 wurde es erstmals in Lübeck urkundlich erwähnt.» Lange Zeit wurde es nur von Apothekern hergestellt. «Bis ins 19. Jahrhundert gab man es Wöchnerinnen, die wieder zu Kräften kommen sollten», erläutert Meier. Und auch erotisierend sollte es wirkend. «Man sagte ihm nach, die Herzen der Frauen in Flammen versetzen zu können.»

Die exakte Rezeptur behalten die Marzipanhersteller für sich. Die Rohmasse für Lübecker Marzipan besteht klassischerweise aus zwei Dritteln Mandeln und einem Drittel Zucker, bei Edelmarzipan sind 90 Prozent Mandeln vorgeschrieben. In Lübeck ist Marzipan allgegenwärtig, nicht nur als Geschenkartikel. «Auch die Patissiers spielen damit», sagt Meier: «In einigen Restaurants gibt es Desserts mit Marzipan.» Besonders lecker findet er Bratapfel mit entsprechend süßem Innenleben - die Füllung ist dann eine Marzipankartoffel.

dpa-infocom