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Lifestyle

Die Wintersportmode feiert Farbe und den Overall

München Es leuchtet auf den Pisten: Die Mode für Ski und Snowboard hat sich in dieser Saison knalligen Farben und Elementen aus der Streetwear verschrieben.

Neben auffälligen Unis sorgen Allover-Drucke, Karos, Foto- und Comic-Optiken für bunte Tupfer im Schnee.

Der Blick der Designer geht dabei zurück - mancher fühlt sich an die 80er Jahre erinnert. Das kommt nicht von ungefähr, denn zum Trendthema hat die Branche zum Beispiel den zwischenzeitlich verpönten Overall erhoben. Lange war er in den Wintersportgebieten an denen zu sehen, die seit langem nicht mehr in ein neues Outfit investiert hatten. Jetzt kehrt er vor allem in der Boarder-Szene zurück. Durch neue, bequeme Stretch-Materialien lässt er aufsehenerregende Bewegungen zu. Und er hat den Vorteil, dass kein Schnee unter die Jacke kriecht.

Jacken und Hosen lassen sich zum Teil per Andocksystem zum Overall zusammenfügen, schreibt die Messe München im Trendbericht zur diesjährigen Wintersportmesse Ispo. «Die werden dann gern mit Gürtel, bisweilen auch mit Nietengürtel getragen», sagt Helmut Buchheimer, Zentraleinkäufer beim Wintersportausrüster Sportscheck in Unterhaching bei München. «Das ist ein Trendthema, aber man wird wohl nur sehr wenige damit herumfahren sehen.» Denn der Overall sei weiter eher etwas für Mutige.

Überwiegend wird die Kundschaft wohl zu anderen Designs greifen: Als einen Spagat von «urbanem Stil neben Streetwear-Looks mit Skater- und Surf-Anklängen» fassen die Veranstalter der Ispo den Trend zusammen. Neben aufwendigen Mustern für Snowboarder wird auf Ski in modisch engen und geradlinigen Schnitten abgefahren. «Das Hauptaugenmerk liegt auf einem reduzierten, eher schlichten Design.» So taugt zum Beispiel die teure Ski- oder Snowboardjacke auch für die Stadt.

Die Unis werden allerdings mit Kontrastfarben an Reißverschlüssen oder Nähten aufgepeppt, sagt Buchheimer. Schwarz und Weiß herrschen in den Kollektionen vor, dazu kommen frische Blautöne wie leuchtendes Royalblau, Erdtöne sowie Rot und Orange. In jüngeren Kollektionen seien auch Grünvarianten von Gift- bis Apfelgrün zu sehen, so die Ispo. Kjus aus Cham in der Schweiz setzt zum Beispiel auf «sportlich frische Farben» und ein geradliniges Design - unifarbene Flächen werden häufig von knalligen Kontraststreifen oder Reißverschluss-Nähten durchbrochen. Oder der Kapuzen-Innenstoff wird durch eine Kontrastfarbe zum Hingucker. Toni Sailer Sports hebt im Kollektionsbericht dunkles Fuchsia, strahlendes Blau, Khaki und Dunkelblau hervor.

In der Snowboardmode kommen zu den knalligen Unis großflächige Drucke von Tiermustern, inspiriert zum Beispiel von Giraffen oder Dalmatinern. Als grafische Elemente treten überdimensionierte Karos, Kreise oder historische Fotos als Allover-Druck auf. «Allover-Prints in allen Varianten, Neon, 80er-Jahre-Motive und klar voneinander abgesetzte Knallfarben» hat Buchheimer beobachtet. «Da geht es kunterbunt zu.»

Hingucker sind auch Versatzstücke aus Cord, Fell und Strick, so die Ispo. «Diese Oberstoffe sind laminiert, damit sie für die Piste taugen», erklärt Buchheimer. Textilen Griff gibt es traditionell zum Beispiel bei Powderhorn: Die Marke verarbeitet Western-Elemente und appliziert Leder an Schultern, Armen und Hosen. Abnehmbare Kunstfellkragen schmücken die Jacken, große Nähte, Nieten, Stickereien und deutlich abgesetzte Gesäßtaschen sind Hingucker. Auch Schöffel verziert die Jacken in dieser Saison mit abnehmbaren Kunstfellkrägen und setzt auf Kontrast-Steppnähte.

Salomon betont in seinem Kollektionsbericht glamouröse und junge Elemente: Ornamente und Gold werden den Angaben nach mit cleanen Formen kombiniert, asymmetrischen Mustern und Neon-Farben. Auch die Snowboard-Marke Burton zeigt Pink, Neon, Streifen, Comic- und Fotodrucke. Zum Teil werden diese Elemente in die in der Szene verbreitete Camouflage-, also Tarnoptik integriert.

Überhaupt wird viel dekoriert, sagt Buchheimer: Da gibt es Stickereien und Gürtel, falschen Pelz am Kragen oder an der Kapuze. Auffällig sind in dieser Saison außerdem Daunenjacken mit glatten, wie nass glänzenden Oberflächen, die auch in der Freizeitmode derzeit aktuell sind: Kjus und Peak Performance sind nur zwei Anbieter, die die modischen Modelle auf die Piste bringen. Dolomite aus Italien rückt sie in zahlreichen Farbvariationen ins Zentrum der Kollektion - ob als Blouson oder längere Mantelform und gern mit Fellkragen an der Kapuze. Von Thorsten Wiese, dpa

dpa-infocom