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Das «Unwort des Jahres 2008» wird gesucht

Frankfurt/Main Die Suche nach dem «Unwort des Jahres 2008» hat begonnen.

Zum 18. Mal werden sprachliche Missgriffe gesucht, die im laufenden Jahr besonders negativ aufgefallen sind, weil sie sachlich grob unangemessen sind oder sogar die Menschenwürde verletzen.

Wie der Initiator der sprachkritischen Aktion, der Frankfurter Germanist Prof. Horst Dieter Schlosser, am Donnerstag (23. Oktober) mitteilte, sind die Bürger bis 9. Januar 2009 aufgefordert, einzelne Wörter oder Formulierungen vorzuschlagen. Die Beispiele sollen aus der öffentlichen Kommunikation stammen, etwa aus Politik, Verwaltung, Kulturinstitutionen, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik. Die Quelle für die Äußerung sollte nach Möglichkeit auch angegeben werden.

Schon vor dem offiziellen Start sind mehr als 500 Sprachschöpfungen vorgeschlagen worden. Als Beispiele nannte Schlosser «Menschenrest» für Schwerstpflegebedürftige, «Morbiditätszuschlag» im Gesundheitsfonds, und «Rentnerdemokratie», von der Ex-Bundespräsident Roman Herzog gesprochen habe. Unwortverdächtig seien zudem «intelligente Wirksysteme» als Beschreibung für eine neuartige Artilleriemunition und «notleidende Kreditinstitute». Die Entscheidung trifft eine unabhängige Jury, dabei kommt es nicht darauf an, wie häufig ein Begriff vorgeschlagen wurde.

Im vergangenen Jahr war «Herdprämie» zum Unwort des Jahres gewählt worden, nach «freiwillige Ausreise» (2006) und «Entlassungsproduktivität» (2005). 2000 wurde außerdem «Menschenmaterial» zum «Jahrhundert-Unwort» gekürt. Erstmals wurde 1991 ein Unwort des Jahres verkündet.

Die Vorschläge können per Post an Prof. Horst Dieter Schlosser, Universität Frankfurt (Fach 161), 60629 Frankfurt am Main geschickt werden. Einsendungen sind auch per E-Mail möglich: Unwort@em.uni-frankfurt.de

Weitere Informationen: www.unwortdesjahres.org

dpa-infocom