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Kliniken kranken an Gesundheitspolitik

Rhein-Hunsrück Die Kliniken im Kreis stecken in der Finanzklemme. Das war der Tenor einer Präsentation von Dr.

Thorsten Junkermann, Geschäftsführer der Simmerner Hunsrück-Klinik, im Kreisausschuss.

Den deutlich höheren Ausgaben in den letzten vier Jahren - plus zehn Prozent für Personal und plus 27 Prozent für Energie - steht kein entsprechender Zuwachs der Erlöse gegenüber. Da die Krankenhäuser für ihre Leistungen mit festen Fallpauschalen vergütet werden, lässt sich die Einnahmesituation allenfalls über mehr Behandlungen verbessern. Das geht nur auf dem Rücken der Beschäftigten. Zudem sind Steigerungen durch das komplizierte Preissystem nur in begrenztem Umfang möglich. Die Hunsrück-Klinik, so Junkermann, habe in den letzten vier Jahren sechs Prozent mehr Erlöse erwirtschaftet.

Ein weiteres Problem der Krankenhäuser ist fehlender Ärztenachwuchs. So sind in der Hunsrück-Klinik derzeit fünf ärztliche Stellen unbesetzt. Kliniken auf dem flachen Land sind für junge Mediziner eher unattraktiv.

Wed, 19. Nov. 2008, 15:49 © Rhein-Zeitung & Rhein-Zeitung
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