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Köhler: "Staat muss neue Regeln setzen"

Rheinland-Pfalz Bundespräsidenten machen keinen Wahlkampf. Horst Köhler hätte es auch nicht nötig, die Mehrheit in der Bundesversammlung im Mai 2009 ist ihm so gut wie sicher.

Erst am Schluss des "Spiegel"-Gesprächs in der Mainzer Universität bekennt er: "Ja, Ich will gewinnen.".

Doch im gleichen Atemzug outet sich Köhler als Staatsoberhaupt mit Fähigkeit zur Selbsteinschätzung: "Wahrscheinlich Eitelkeit" sei ein Motiv, "Verpflichtung" aber auch. Und wenn Köhler, rein theoretisch, Wahlkampf in eigener Sache hätte machen müssen: Gemessen am wiederholten Applaus von hunderten Studenten im proppenvollen Hörsaal präsentiert sich der Volkswirtschaftler und Ex-Direktor des Weltwährungsfonds angesichts der internationalen Finanzkrise als Mann der Stunde.

"Nicht nur Staatsversagen, auch Marktversagen" diagnostiziert Köhler, er geißelt jene "Akteure der Finanzwirtschaft", die sich bei Derivatgeschäften "mit einem Euro Eigenkapital und 40 Euro Schulden" von der Realwirtschaft abgekoppelt hätten. Ein Prognose, wie stark die Finanzkrise auf Unternehmen durchschlagen wird, wagt auch Köhler nicht. Aber Sätze wie "Einige Bezüge in den Vorstandsetagen haben die Bodenhaftung verloren" kommen gut an. Köhler schlägt neue Vorstandsverträge vor, um die Bezüge stärker an den langfristigen Unternehmensertrag und nicht an kurzfristige Rekordrenditen zu binden.

Verwaschen bleibt seine Position zum künftigen Verhältnis von Staat und Wirtschaft. "Der Staat muss neue Regeln setzen und geltende wirksamer machen", sagt Köhler, warnt aber vor "neuer Staatsgläubigkeit". Von einem "Linksruck" will er schon gar nichts hören: "Ich halte die Deutschen für vernünftig." Vor allem zeigt sich Köhler durchdrungen von der Überzeugungskraft der sozialen Marktwirtschaft. Pauschale "Managerschelte" lehnt er ab. Aber: "Ich bedaure, dass sich Manager, Vorstände und Aufsichtsräte bisher zu wenig an der Debatte beteiligen. Das ist beschämend." (Claudia Renner)

RZO



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