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Mit Spoiler durch die Autokrise: Essen Motor Show

Essen Man darf es eigentlich gar nicht mehr laut sagen: Aber es soll tatsächlich noch Menschen geben, die Spaß am Auto haben.

Denn trotz der Diskussionen um hohe Kraftstoffpreise oder CO2-Ausstoß erfreut sich so mancher auch heute noch am Klang der Motoren.

Aber auch neue Leichtmetallfelgen oder üppiges Spoilerwerk haben immer noch ihre Fans. Schon traditionell trifft sich diese Szene einmal im Jahr im Ruhrgebiet: Denn dort findet mit der Essen Motor Show (29. November bis 7. Dezember) die größte Leistungsschau der Tuning-Branche statt - und neben neuem Zubehör für sportlichere Optik und PS-Nachschub gibt es auch in diesem Jahr wieder rollende Skurrilitäten aus aller Welt zu sehen.

Das Auto-Tuning teilt sich in verschiedene Bereiche: Da gibt es zum einen die Veredelung ohnehin schon luxuriöser Fahrzeuge - hier leben Deutschlands Tuner stark von der Nachfrage aus dem Ausland. Ein zweiter großer Bereich ist das Zubehör für Neuwagen, das nicht selten beim Autohändler gleich mit geordert werden kann. Hinzu kommt noch das sogenannte Do-it-yourself-Tuning: Hier geht es also darum, dass der Kunde das eine oder andere Zubehörteil kauft, um seinen Wagen damit aus der Masse ähnlicher Fahrzeuge hervorzuheben.

Auch im Rahmen der Essen Motor Show werden daher einerseits veredelte Nobelkarossen präsentiert, die sich nur die wenigsten Besucher leisten können. Einen großen Teil wird auch das Zubehör ausmachen - vom Spoiler bis zur Leichtmetallfelge. Trotz bröckelnder Neuwagen-Nachfrage wollen die Tuner aber vor allem durch ihre Arbeit an aktuellen Modellen beeindrucken.

«Bei den Fahrzeugen werden sicher die neue Generation des VW Golf und der neue VW Scirocco im Mittelpunkt stehen», sagt Mathias Albert, Sprecher des Verbandes der Automobil Tuner (VDAT) in Roßbach/Wied (Rheinland-Pfalz). «Volkswagen ist beim Tuning weiter die Nummer eins.» Eine Renaissance in Sachen Tuning erlebt demnach im Augenblick aber auch der Smart. Aktuelle SUVs wie der GLK von Mercedes oder der Audi Q5 werden in Essen ebenfalls ein Thema sein.

Die meisten Projekte und Umbauten der Tuner werden erst im Rahmen der Messe präsentiert. Nur wenige Firmen wie ABT Motorsport aus Kempten geben schon vorab einen Einblick in ihre Pläne: Hier wird man laut Sprecher Florian Büngener einen mit reichlich Anbauteilen versehenen Scirocco vorstellen. Zum Umbau-Programm zählen ein Frontschürzenaufsatz, auffällige Seitenleisten und 4-Rohr-Endschalldämpfer. Mehr Pferdestärken gibt es ebenfalls: Der 1.4 TSi-Motor wird von 118 kW/160 PS auf 147 kW/200 PS gebracht.

Allerdings wird laut Albert nicht mehr nur auf hohe Leistung gesetzt. Mit Angeboten wie dem sogenannten Eco-Tuning kann das Drehmoment und damit die Durchzugskraft im unteren Drehzahlbereich verbessert werden. «Der Fahrer kann früher hochschalten und erzielt damit im Endeffekt einen geringeren Verbrauch.»

Weil das Tuning in Zeiten der Autokrise nicht überall auf Gegenliebe stößt, übt sich die Branche bei optischen Maßnahmen in Zurückhaltung. Dezent ist dabei der Begriff, um den es geht: Statt Frontspoilern im Schaufellader-Format gibt es kleine Frontlippen. Die wiederum werden nicht aus Billigmaterial sondern aus hochwertigen Kunststoffen produziert, die sich in Sachen Qualität an Ansprüche der Autohersteller anlehnen.

Trotzdem kann sich auch die Tuning-Branche nicht gänzlich von den Marktproblemen abkoppeln. Während man für den Export in diesem Jahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis rechnet, dürfte es laut Mathias Albert im Inland einen Rückgang um drei bis vier Prozent geben.

Zusätzlich zu den käuflichen Angeboten für Autoliebhaber ist in Essen aber auch wieder automobile Verrücktheit ein Thema. Denn bei Sonderschauen werden Fahrzeuge präsentiert, die selbst engagierte Anhänger der Großspoiler-Fraktion in Erstaunen versetzen. Neben Studien und Supersportwagen sind es vor allem Ergebnisse jahrelanger Bastelarbeit in privaten Garagen: So kann der Brite Perry Watkins von sich behaupten, das niedrigste für den Straßenverkehr zugelassene Automobil gebaut zu haben - sein Flatmobile (Flachmobil) im Stil des berühmten Batmobils kommt auf gerade einmal 48,26 Zentimeter Höhe.

Das absolute Gegenteil davon ist das Dream Big Bike von Gregory Dunham aus Kalifornien: Mit einer Höhe von 3,43 Metern, einer Länge von 6,20 Metern und dem 3,20 Meter breiten Lenker ist es das größte fahrbare Motorrad der Welt. Angetrieben wird das 300 000 Dollar teuere Einzelstück von einem V8-Motor mit 368 kW/500 PS.

Die 41. Essen Motor Show findet vom 29. November bis 7. Dezember auf dem Messegelände in Essen statt. Geöffnet sind die Hallen täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, Samstag und Sonntag von 09.00 bis 18.00 Uhr. Eine Tageskarte für Erwachsene kostet 16 Euro.

Weitere Infos zur Messe: www.essen-motorshow.de Von Heiko Haupt, dpa

dpa-infocom


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