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Austauschteile bei der Autoreparatur sind günstiger

Ratingen/Stuttgart Ein defektes Auto ist unangenehm.

Denn mit dem Problem verbunden ist nicht nur die Unbequemlichkeit, vorerst die eine oder andere Strecke per Rad oder Bahn zurückzulegen.

Probleme der Technik bedeuten auch Werkstattkosten. Hinzu kommt, dass die benötigten Ersatzteile teils nur für erschreckende Preise zu bekommen sind. Vergessen wird oft eine Alternative: Austauschteile.

Austauschteile sind eine Art Mittelweg zwischen den übrigen Ersatzteil-Möglichkeiten: Sie sind keine so unsichere Alternative wie ein gebrauchtes Teil - und sie sind nicht so kostspielig wie ein neues Original-Ersatzteil. Schlicht gesagt handelt es sich um ehemals ebenfalls defekte Teile, die wieder aufbereitet wurden.

Dahinter verbirgt sich ein professionelles System der Aufbereitung - denn zum echten Austauschteil wird eine technische Komponente erst nach einer umfassenden Überarbeitung. Die wird in der Regel bei jenem Unternehmen vorgenommen, das das Teil produziert hat. In den Werkstätten gibt es nach unseren Erfahrungen eine verstärkte Nachfrage nach solchen Austauschteilen», sagt Ulrich Dilchert vom Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZIV) in Bonn.

Aufbereitete Teile für den Austausch gibt es schon seit Jahrzehnten - allerdings war das Thema eine Zeitlang fast vergessen. «Zu den Klassikern gehören Lichtmaschinen, Getriebe und Motoren», erklärt Helmut Klein vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg (Bayern). Ebenfalls aufbereitet werden Anlasser, Klimakompressoren oder Komponenten von Einspritzsystemen - einen wachsenden Bereich nehmen elektronische Motorsteuerungen ein.

Das Prinzip dahinter ist in der Theorie einfach, umfasst aber einen umfangreichen Prozess: «Grundsätzlich bleiben dabei Metallteile wie die Gehäuse erhalten», erklärt Stephan Kraus, Sprecher des Zulieferers Bosch in Stuttgart. «Die Verschleißteile werden ersetzt.»

Etwas komplizierter wird die Sache im Zusammenhang mit Motoren - allerdings nicht nur vom Aufwand her, sondern auch bei der Bezeichnung. So ist der Begriff Austauschmotor zwar fast jedem Autofahrer bekannt, allerdings darf nicht jeder ausgetauschte und aufbereitete Motor auch so heißen. «Ein Austauschmotor darf nur so bezeichnet werden, wenn er auch von dem Original-Autohersteller kommt», sagt Volker Schittenhelm, Geschäftsführer des Verbandes der Motorinstandsetzungsbetriebe (VMI) in Ratingen.

Der größte Vorteil von Austauschteilen liegt in der Kombination aus Herstellergarantie und günstigen Preisen. «Als groben Daumenwert kann man sagen, dass solche Austauschteile etwa ein Drittel unter den Preisen neuer Teile liegen», sagt Stephan Kraus. Volker Schittenhelm gibt für generalüberholte Motoren an, dass die Preise rund die Hälfte eines neuen Motors betragen.

Und ein Geschäft für die Hersteller sind solche Teile auch - schließlich kann ein bereits produziertes Teil nach der Überholung erneut verkauft werden. Bosch gibt an, dass das Unternehmen mittlerweile 5200 verschiedene Teile im Exchange-Programm anbietet - jährlich verkauft es insgesamt 2,5 Millionen Exchange-Teile. Ganz nebenbei werden mit Austauschteilen auch Umwelt und Ressourcen geschont: Im Vergleich zur Neuproduktion werden laut Bosch unter anderem jährlich 2200 Tonnen Stahl und 1000 Tonnen CO2 eingespart. Von Heiko Haupt, dpa

dpa-infocom


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