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Fahrer muss nach Crash günstiges Ersatzauto suchen

Karlsruhe Wer nach einem Unfall ein Ersatzauto mietet, muss sich nach möglichst günstigen Tarifen erkundigen.

Mit einem entsprechenden Urteil hat der Bundesgerichthof (BGH) in Karlsruhe Autofahrer erneut in die Pflicht genommen.

Wenn sich wegen der Höhe eines Angebots der Verdacht aufdrängt, dass es in der Region noch billigere Mietwagenpreise geben muss, müsse der Fahrer ein oder zwei Konkurrenzangebote einzuholen, heißt es in der am Dienstag (18.11.) veröffentlichten Entscheidung (Az: VI ZR 210/07 vom 14. Oktober 2008).

Damit wies das Karlsruher Gericht die Klage eines Autofahrers ab, der nach einem Verkehrsunfall bei der Versicherung des Verursachers Regress nehmen wollte. Der Mann hatte für zwölf Tage einen Subaru Imprenza gemietet und dafür fast 2200 Euro bezahlt - wovon die Versicherung nur knapp 1500 Euro erstattete. Auf der Differenz bleibt der Autofahrer nun sitzen.

Damit hat der BGH erneut die Autofahrer verpflichtet, nach einem Unfall nicht kritiklos die - meist deutlich höheren - Unfallersatztarife zu akzeptieren. Nach der neueren Rechtsprechung müssen sie selbst dazu beitragen, die Mietkosten möglichst niedrig zu halten.

Zwar hatte der Vermieter beteuert, der Tagestarif von 181 Euro liege im Rahmen der ortsüblichen Preise - was er durch Vorlage der Schwacke-Mietpreisliste untermauern wollte. Diese Liste, so der BGH, hätte den in Sachen Mietwagen unerfahrenen Autofahrer aber erst recht stutzig machen müssen: Die Preisspanne pro Tag schwankte dort zwischen 87 und 176 Euro, für die wöchentliche Miete lagen die Preise zwischen 345 und 1200 Euro.

Zudem habe das Unternehmen nur auf die Unfallersatztarife hingewiesen, nicht auf günstigere Normaltarife für Selbstzahler. «Nach der Lebenserfahrung», so der BGH, hätte der Fahrer außerdem daran denken müssen, dass bei einem Autovermieter «wenig Neigung bestehen wird, einen potenziellen Kunden auf günstigere Konkurrenzangebote hinzuweisen».

Urteile des BGH: www.bundesgerichtshof.de

dpa-infocom


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