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Herbstliche Dekoration aus Zapfen und Zweigen

Meerbusch/Berlin Bevor sich der Waldwichtel auf der Fensterbank zu dem Kastanien-Igel gesellt, braucht er noch seine Ausgehrobe: Als Umhang dienen bunte Ahornblätter, die an dem Pinienzapfen - beziehungsweise dem Wichtelkörper - befestigt werden.

Auf dem Zapfen sitzt ein mit Draht befestigter umgedrehter Kiefernzapfen, der den Kopf des Männchens bildet. Nun noch Wattebart sowie Beerenaugen aufgeklebt und eine Kastanienschale als Hut aufgesetzt - schon darf er in Hauseingängen, auf Fensterbänken und Kommoden stehen. Denn die warten dieser Tage auf Herbstdekoration.

«Wie in der Mode wechselt die Wohnraumdekoration mittlerweile mit der Saison», sagt Eva Barth-Gillhaus, Expertin für Wohnkultur aus Meerbusch bei Düsseldorf. «Die Veränderungen in der Natur sind die treibende Kraft dafür.» Im Mittelpunkt stehen natürliche Materialien: Nüsse, Zierkürbisse, Zapfen und Blätter bringen den Herbst schnell und günstig in die Wohnung. Die Utensilien werden einfach locker auf Kommoden, Esstischen oder Fensterbänken gruppiert. Eine Kerze oder ein ausgehöhlter Kürbis bilden dabei das Zentrum. Die Herbstschätze lassen sich aber auch in einem Windlicht präsentieren. Zweige mit Hagebutten oder Beeren kommen dazu mit Silbertalern in die Vase.

Etwas aufwendiger sind Girlanden: Hopfen, Efeu oder auch feine Birkenzweige bilden ein gutes Grundgerüst. Darauf leuchten ganz nach Geschmack orange Lampionblumen oder auch rote Hagebutten. «Das warme, intensive Farbenspiel macht die Faszination des Herbstes aus», erklärt Barth-Gillhaus. Girlanden machen sich gut als Tischdekoration oder werden im Bogen an Fenstern oder Türen aufgehängt.

«Der klassische, runde Türkranz ist inzwischen out», sagt Gisela Schäfer, Mitinhaberin des Hobbymarktes Altrichter im baden-württembergischen Ketsch. «Stattdessen finden sich neben der Haustür immer häufiger ovale oder längliche Kränze.» Auch dabei bilden Efeu, Hopfen, Reben-, Birken- oder Weidenzweige die Grundform. «Sehr beliebt ist außerdem Peddigrohr.» Es hat einen großen Vorteil, da es sich jedes Jahr neu dekorieren lässt. Die Naturmaterialien werden am schnellsten mit der Heißklebepistole befestigt. Bei Zapfen ist Draht eine Alternative.

Kübel neben dem Hauseingang bieten Spielraum für weitere Dekorationen. «Pflanzenstecker in allen Größen sind immer mehr im Kommen. Im Bereich des Hauseingangs finden größere Figuren wie Vogelscheuchen oder Hexen ihren Platz», erläutert Schäfer. Ein Holzkreuz ist das Gerippe, darauf kommt ein Kopf aus Stroh oder aus einer Holz- oder Styroporkugel. Rustikale Kleidung und ein Schlapphut aus Filz runden die Figur ab. Für Blumentöpfe auf dem Balkon oder auch der Fensterbank gibt es entsprechend kleinere Stecker. Dort haben ausgesägte und bemalte Figuren aus Sperrholz, Tonpapierhexen und Zapfenfiguren das Sagen.

Bei Familien mit Kindern kommt vor dem gemeinsamen Gestalten der Herbstdekoration oft eine große Sammelaktion im Wald. Ein vielseitiges Bastelmaterial aus dem Wald ist Holz: «Äste oder Astabschnitte machen sich gut als Grundkörper von Tieren oder Fantasiewesen. Holzscheiben werden je nach Größe und Dicke zu Augen oder Ohren», sagt Hardy Wagner von der Waldschule Briesetal bei Berlin.

Nummer zwei auf der Sammelliste sind Zapfen. Besonders gut eignen sich die robusten Kiefernzapfen. «Fichtenzapfen hingegen brechen schnell auseinander», sagt Wagner. Kastanien, Nüsse, Eicheln, Bucheckernhüllen, Federn und Kiefernnadeln vervollständigen die Materialsammlung. «Die Materialien sollten möglichst trocken gesammelt und trocken gelagert werden - zum Beispiel in einem gut durchlüfteten Korb unter einem Vordach. Sonst fangen sie leicht an zu schimmeln.»

Wer das nicht riskieren will, greift zu Material aus dem Bastelladen oder zu Herbstaccessoires aus Kunststoff. «Es gibt nichts, was es nicht auch als Imitat gibt - bis hin zu Blättern mit gefrosteter Optik», sagt Barth-Gillhaus. Diese Accessoires sehen in vielen Fällen sogar täuschend echt aus. Außerdem können sie von Jahr zu Jahr neu arrangiert werden. Denn anders als die Mode, ändern sich die Herbstfarben und -motive garantiert nicht.

Literatur: Pia Pedevilla: Witzige Naturkerlchen. Fröhliche Ideen mit Naturmaterial, Papier und Filz, Frech, ISBN-13: 978-3-7724-3687-1, 7,50 Euro; Marion Dawidowski: Naturmaterial. Kinderleichter Bastelspaß. Christophorus-Verlag, ISBN-13: 978-3-419-56911-5, 7,50 Euro; Ursula Buchwald (Hrsg.): Basteln mit Naturmaterialien. OZ, ISBN-13: 978-3-86673-138-7, 9,95 Euro Von Eva Neumann, dpa

dpa-infocom


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