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Schüler drehen Dokus für Duisburger Filmwoche 2009

Duisburg Die elfjährige Lisa knetet nervös ihre Hände. Vor ihr steht eine Kamera und ihr wird ein Mikrofon entgegengehalten.

Gleich wird sie von ihren Schulkameradinnen Dilara (11) und Tatjana (13) interviewt.

Im Rahmen des Kinderdokumentarfilmprojektes «dok you» sind zehn Filmemacher an zehn Schulen in Nordrhein-Westfalen gegangen, um dort mit 10- bis 13-jährigen Kindern einen Workshop zum Thema Dokumentarfilm zu veranstalten. Die Themen, die dabei herauskommen, bilden die Grundlage für kleine Filme, die im nächsten Jahr bei der Duisburger Filmwoche gezeigt werden und auch ins Kino und Fernsehen kommen sollen.

Emil-Rentmeister-Hauptschule in Duisburg: Filmemacher Volker Köster hat hier mehrere Wochen lang mit einer Schüler-Gruppe gearbeitet. Sein Anliegen: Die Kinder über ihre Probleme reden lassen und ihre Themen aufgreifen. «Außerdem wissen die meisten Schüler gar nicht, was ein Dokumentarfilm ist», sagt er. Dass solche Filme nicht langweilig sein müssen, hat er ihnen in den letzten Wochen gezeigt: «Zuerst haben wir Dokumentarfilme geguckt», sagt Dilara. Dann ging es ans Praktische: «Wir haben uns gegenseitig gefilmt. Zuerst war das peinlich, aber hinterher hat es Spaß gemacht», erzählt Dilara. Und Tatjana fügt hinzu: «Am Anfang habe ich mich vor meiner eigenen Stimme erschrocken.»

Köster gefällt die Arbeit mit den Schülern, gerade an der Duisburger Hauptschule mit dem hohen Migrantenanteil. «Die Schüler glauben hier oft, dass sie nichts können. Aber wenn man sie ernst nimmt, entwickeln sie künstlerisches Potenzial.» So haben die Mädchen aus ihren Filmbildern ein Daumenkino gebastelt und auch, als es darum geht, ihren Film mit Musik zu unterlegen, sind sie sich einig: «Die klassische Musik ist nicht gut, da passen die Bewegungen nicht zum Takt.» Die Filmmusik von «Shrek» findet da schon eher Anklang.

Nach dem Workshop wird Köster mit ein oder zwei Kindern aus der Gruppe Ideen für einen Film entwickeln. «Die Themen, die bisher aufgetreten sind, hatten mit Freundschaft, Großwerden und der Frage 'Wie bin ich und wie sind die anderen?' zu tun.» Das Konzept stellt er, wie die anderen neun Filmemacher auch, dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) vor, der Partner von «dok you» ist. Der WDR entscheidet, welche Filme er dann produziert. Gedreht werden sollen aber alle. Dann werden die Kinder zu Protagonisten in der von ihnen entwickelten Geschichte. Aber auch die Filme und das Daumenkino, die im Workshop entstanden sind, hatten schon ein Publikum: «Die haben wir zu Hause gezeigt.»

Internet: www.dokyou.de Von Saskia Gelleszun, dpa

dpa-infocom


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