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Wie werde ich...? Automatenfachmann

Oberfell/Bonn Automaten sind störanfällig. Der boomenden Branche fehlt es an Fachkräften, die mit der Technik hinter der Glasscheibe der Getränkemaschine oder des Spielautomaten umgehen können und etwas von Kundenservice verstehen.

Eine neue Ausbildung soll diese Lücke schließen: Von diesem Jahr an gibt es dafür die Ausbildung zum Automatenfachmann oder zur Fachkraft für Automatenservice. Automaten, in die Münzen eingeworfen werden, gibt es fast überall. «Sie sind an vielen Stellen unseres täglichen Lebens gar nicht mehr wegzudenken», sagt Jörg Meurer, Geschäftsführer des Deutschen Automaten-Großhandels-Verbandes (DAGV) im rheinland-pfälzischen Oberfell. «So unscheinbar sie ihre Dienste verrichten - in ihnen steckt komplexe Technik, die von einer ausgeklügelten Logistik im Hintergrund bedient wird.» Bislang fehlte es dafür an qualifiziertem Personal.

«Die Fachkraft für Automatenservice ist der Grundberuf. Diese Leute kümmern sich um den Service an und um den Automaten herum», erläutert Petra Westpfahl vom Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn den neuen Beruf. Die Automatenexperten stellen die Maschinen auf, befüllen und entleeren sie und nehmen kleinere Reparaturen vor. Die Lehre in Betrieb und Berufsschule dauert zwei Jahre. Danach können die jungen Menschen zum Beispiel in Bereichen mit Getränke- und Verpflegungs-, Geld- oder Ticketautomaten arbeiten.

Wer weiter lernen möchte, kann sich mit einem Jahr mehr zum Automatenfachmann ausbilden lassen. Dabei gibt es zwei Richtungen: kaufmännisch und technisch. Anfangen kann jeder, der mindestens einen Hauptschulabschluss mitbringt. Kommunikationsfähig sollten die Lernenden allerdings sein, sagt Harro Bunke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Automatenunternehmer (BA) in Berlin. Der Automatenfachmann müsse schließlich nicht nur die Maschinen auffüllen, sondern mit Kunden sprechen und Empfehlungen abgeben können.

Jörg Meurer vom DAGV bezeichnet den Automannfachmann als «stillen Helfer», der dazu beiträgt, «dass der Automat ge- und verkauft wird, die Technik stimmt, das Platzmarketing zentral gesteuert, die Logistik eingehalten wird und der Geldkreislauf sichergestellt ist». Seiner Ansicht nach sollten die künftigen Azubis gute Leistungen in Rechtschreibung und Mathematik mitbringen. «Ein Führerschein ist von großem Vorteil, weil die Automaten nicht im Keller, sondern draußen stehen.» Technisches Interesse bei Fragen wie «Wie kommt die Münze von da oben nach da unten?» schade nicht.

Für den Automatenfachmann mit kaufmännischem Profil gilt es, sich insbesondere auf die wirtschaftlichen Aspekte seines Jobs zu konzentrieren. Er kann nach der Lehre Verträge abschließen, Aufstellplätze akquirieren und Abrechnungen machen, sagt Bunke. Wer sich für die technische Richtung entschieden hat, befasst sich eher mit den Reparaturen der Maschinen. Der Bedarf an diesen Fachleuten ist Bunke zufolge hoch. «Die Automatenbranche ist eine zukunftsträchtige Branche mit Perspektiven.»

Bundesverband Automatenunternehmer: www.baberlin.de

Bundesinstitut für Berufsbildung: www.bibb.de

Deutscher Automaten-Großhandels-Verband: www.dagv.de Von Angelika Röpcke, dpa

dpa-infocom


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