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Wie werde ich...? Speiseeishersteller

Worms/Berlin Sahnig, fruchtig, erfrischend: Ohne Eis wäre der Sommer für viele nur halb so schön.

Die warme Jahreszeit ist die Hochsaison für die rund 9000 handwerklich arbeitenden Eiscafés in Deutschland.

Nach Angaben des Verbandes der italienischen Speiseeishersteller UNITEIS produziert ein gutes Drittel dieser Betriebe die kühlen Spezialitäten selbst. Jetzt wird der Speiseeishersteller auch zum Ausbildungsberuf.

«Es geht darum, Personen auszubilden, die in verschiedenen Betrieben, die Speiseeis herstellen, arbeiten können», erklärt Markus Bretschneider vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Nach der Ausbildung könnten diese in Eisdielen, Konditoreien und Eiscafés tätig sein. Bis jetzt seien die Speiseeishersteller, die meistens aus Italien kommen, auch in Italien ausgebildet worden, erklärt UNITEIS-Sprecherin Annalisa Carnio in Berlin. Ihre in Deutschland aufgewachsenen Kinder würden aber zum Teil andere Berufe wählen, so dass es ein Nachwuchsproblem gebe.

Dass Speiseeishersteller jetzt ein anerkannter Ausbildungsberuf ist, habe viele Vorteile. «Der Beruf wird richtig gelehrt», sagt Carnio. Es gehe auch um die Qualität des Produktes und um Sicherheit für den Konsumenten. «Es ist nach meiner Meinung ein großer Gewinn, dass wir endlich Leute ausbilden können», findet auch Pietro Vannini, der eine Eisdiele auf dem Marktplatz in Worms betreibt.

Frauen wie Männer seien für den Beruf genauso gut geeignet, sagt der Eis-Fachmann. Eine erste Voraussetzung für diese Arbeit ist aus Vanninis Sicht, Eis wirklich zu mögen: «Man muss diesen Job lieben.» Sehr wichtig sei auch der Kontakt mit der Kundschaft: sympathisch aufzutreten, mit den Kunden auch mal ein Wort zu wechseln. «Das macht viel aus», sagt der Profi.

Die Regelung über die Erprobung des Ausbildungsberufs Speiseeishersteller ist am 1. August in Kraft getreten. Bis 2013 wird die Entwicklung des Berufes beobachtet. Die Ausbildung ist auf zwei Jahre angelegt. «Bestimmte Zugangsvoraussetzungen gibt es nicht», sagt BIBB-Mitarbeiter Bretschneider. Praktische Erfahrungen sollen die angehenden Eis-Experten in einem handwerklichen Betrieb sammeln, während der theoretische Teil in einer Berufsschule vermittelt wird. Die Ausbildungsvergütung liegt nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) bei monatlich 587 Euro im ersten und 651 Euro im zweiten Jahr.

In dieser Zeit sollen die Azubis lernen, verschiedene Eissorten, Waffeln, Biskuit und Eistorten herzustellen sowie kleine Gerichte zuzubereiten. Dabei wird ihnen vermittelt, wie man Zutaten auswählt, Maschinen und Geräte bedient und wartet, Lagerbestände kontrolliert und Eis pasteurisiert. Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist der Umgang mit Kunden: Die Auszubildenden werden auch in Verkauf und Service eingesetzt. Ausgebildete Speiseeishersteller können beispielsweise als angestellter Eiskonditor in einer Eisdiele arbeiten. NGG-Angaben zufolge liegt das Einstiegsgehalt für Eishersteller mit abgeschlossener Ausbildung bei 1645 Euro brutto.

Union der italienischen Speiseeishersteller: www.uniteis.de Von Amélie Fidric, dpa

dpa-infocom


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